My Apps unleashed DE

Ein Blog über Web-Apps, Cross-Platform-Software und bewusste Nutzung im Alltag.

🍎 Warum ich heute überwiegend Apple nutze, obwohl ich das lange nicht geplant hatte

🌱 Wie ich hier gelandet bin

Wenn mir vor einigen Jahren jemand gesagt hätte, dass ich einmal überwiegend auf Apple-Geräten arbeiten würde, hätte ich das für ziemlich unwahrscheinlich gehalten.

Nicht, weil ich etwas gegen Apple gehabt hätte. Macs, iPads und iPhones begleiten mich schon seit vielen Jahren. Sie waren Teil meines Technikalltags, allerdings meist in einer Nebenrolle. Das MacBook kam für den Videoschnitt zum Einsatz, das iPad auf Reisen oder im Flugzeug und das iPhone half mir dabei, auch diese Plattform regelmäßig zu nutzen.

Mein digitales Zuhause sah lange anders aus. Android war mein täglicher Begleiter und ChromeOS mein Hauptsystem. Auf diesem Blog habe ich beide Plattformen über Jahre hinweg begleitet, erklärt und oft auch verteidigt: 💻 Als ChromeOS-Fan habe ich lange verteidigt – warum ich Googles neue Richtung nicht mehr mitgehe.

Heute sieht mein Alltag anders aus. Das iPhone ist mein Hauptgerät und die meiste Zeit arbeite ich an einem Mac. Auch andere Geräte in meinem Alltag stammen inzwischen aus dem Apple-Ökosystem.

Interessant ist für mich dabei eigentlich gar nicht Apple selbst.

Spannender finde ich die Frage, wie es überhaupt dazu gekommen ist. Denn diesen Weg hatte ich lange nicht geplant.


🧭 Als Google für mich die naheliegende Wahl war

Über viele Jahre hinweg erschien mir Google als die logischste Entscheidung.

ChromeOS entsprach genau dem, was ich von einem Betriebssystem erwartete. Es war schnell, unkompliziert und konzentrierte sich auf das Wesentliche. Gleichzeitig bot Android genügend Freiheiten, ohne den Alltag unnötig kompliziert zu machen.

Diese Entscheidung hatte wenig mit Markenloyalität zu tun. Ich habe Google nicht genutzt, weil es Google war. Entscheidend war, dass die Produkte gut zu meinen Prioritäten passten.

Gerade deshalb habe ich viele Diskussionen rund um ChromeOS oft anders gesehen als manche Kritiker. Während andere vor allem die Grenzen des Systems wahrnahmen, sah ich die Vorteile eines bewusst reduzierten Ansatzes.

Rückblickend war Google für mich lange die Standardantwort. Nicht, weil alles perfekt gewesen wäre, sondern weil die grundsätzliche Richtung für mich stimmte.

🔄 Was sich im Laufe der Zeit verändert hat

Einige Leser verfolgen meinen Weg bereits seit Längerem. Deshalb möchte ich diesen Teil bewusst kurz halten.

Meine ausführlichen Gedanken zu ChromeOS, Google und Big Tech habe ich bereits in anderen Artikeln beschrieben. Welche Alternativen zu (US‑)Big‑Tech‑Diensten gibt es? Meine Detective Story und 🧭 Das neue Googlebook zeigt mir, warum ich KI nicht im System haben möchte.

Für diesen Artikel ist eigentlich nur eine Beobachtung wichtig: Mit der Zeit haben sich meine Prioritäten verändert.

Dadurch hat sich irgendwann auch meine Sicht auf die Geräte verändert, die ohnehin schon seit Jahren auf meinem Schreibtisch standen.

💭 Eigentlich hatte ich etwas anderes erwartet

Als ich vor einigen Monaten begann, mich intensiver mit den Themen Big Tech und digitale Abhängigkeiten auseinanderzusetzen, hatte ich eine ziemlich klare Vorstellung davon, wohin mich dieser Weg führen würde. [Welche Alternativen zu (US‑)Big‑Tech‑Diensten gibt es? Meine Detective Story und 🧭 Weg von Big Tech: Wo ich nach 8 Monaten wirklich stehe]

Wenn mich damals jemand nach der wahrscheinlichsten Entwicklung gefragt hätte, wäre meine Antwort vermutlich Linux gewesen. Linux Mint war für mich kein unbekanntes System. Vor einigen Jahren lief es sogar längere Zeit als Hauptsystem. Auch später habe ich Linux nie ganz aus den Augen verloren.

Umso überraschender finde ich rückblickend, wohin sich mein Alltag tatsächlich entwickelt hat. Während ich verschiedene Systeme miteinander verglich, bemerkte ich irgendwann, dass ich immer häufiger zu meinen Apple-Geräten griff. Nicht, weil ich einen Wechsel geplant hätte, und auch nicht, weil Apple plötzlich all meine Erwartungen erfüllte. Es passierte schlicht im Alltag.

Das MacBook blieb nach der Arbeit offen stehen, weil ich am nächsten Morgen ohnehin wieder daran saß. Das iPad landete immer häufiger in meiner Tasche. Das iPhone wurde nicht mehr nur genutzt, um bei iOS am Ball zu bleiben, sondern entwickelte sich ganz selbstverständlich zu dem Gerät, das ich am häufigsten verwendete.

Vielleicht kennst du solche Momente selbst: Man trifft keine große Entscheidung und merkt trotzdem irgendwann, dass sich die eigenen Gewohnheiten längst verändert haben.

Rückblickend gab es keinen spezifischen Zeitpunkt, an dem ich den Wechsel festmachen kann. Es waren viele kleine Dinge im Alltag, die für sich genommen ziemlich unwichtig waren, aber trotzdem dazu führten, dass ich immer häufiger zu denselben Geräten griff.

🖥️ Wann aus Nebengeräten Hauptgeräte wurden

Apple war für mich nie wirklich neu. Der Unterschied bestand lange Zeit darin, welche Rolle die Geräte in meinem Alltag spielten. Über viele Jahre hinweg waren sie Ergänzungen. Sie waren nützlich, interessant und manchmal sogar die bessere Lösung für eine bestimmte Aufgabe. Das Zentrum meines digitalen Alltags waren sie jedoch nicht.

Genau das hat sich verändert. Heute arbeite ich überwiegend an einem Mac. Mein Smartphone ist ein iPhone. Das iPad begleitet mich weiterhin auf Reisen, und auch Zubehör wie die AirPods Pro oder das Magic Keyboard ist längst ein selbstverständlicher Teil meines Alltags geworden.

Erst mit etwas Abstand wurde mir bewusst, dass ich längst nicht mehr zwischen Haupt- und Nebengeräten unterschied.

Apple war für mich nicht mehr die Nebenplattform. Es war die Plattform geworden, zu der ich automatisch griff und diese Erkenntnis hat mich selbst überrascht.

⚠️ Warum Apple für mich trotzdem nicht die perfekte Lösung ist

Wenn ich heute überwiegend Apple nutze, bedeutet das nicht, dass alle Zweifel verschwunden wären.

Einige Dinge haben mich unter macOS bis heute nie vollständig überzeugt. Das Fensterhandling fühlt sich für mich beispielsweise immer noch weniger natürlich an als unter Linux oder Windows. Bestimmte Gewohnheiten musste ich bewusst nachrüsten, weil sie nicht zu der Arbeitsweise passen, die ich mir über viele Jahre angewöhnt habe. [🍎 macOS nach meinen Regeln und 📌 🔄 Update | macOS: Wenn der Finder nach dem Windows-Wechsel fremd wirkt — Trove Explorer]

Auch das geschlossene Ökosystem sehe ich weiterhin kritisch. Zwar funktionieren viele Dinge innerhalb der Apple-Welt bemerkenswert gut. Gleichzeitig wird schnell sichtbar, dass Apple die eigenen Regeln setzt und Nutzer diese meist akzeptieren müssen.

Wer meine Artikel der letzten Monate verfolgt hat, wird darin vermutlich einen gewissen Widerspruch erkennen. Ich habe viel über digitale Abhängigkeiten, Big Tech und bewusste Entscheidungen geschrieben. Apple steht ebenfalls für viele dieser Themen.

Genau deshalb betrachte ich meine heutige Gerätewahl nicht als endgültige Antwort und ich betrachte sie eher als Kompromiss, der aktuell am besten zu meinen Prioritäten passt.

⚖️ Warum ich diesen Trade-off trotzdem akzeptiere

Je länger ich über diese Entwicklung nachdenke, desto mehr glaube ich, dass der eigentliche Wandel gar nicht bei Apple oder Google stattgefunden hat.

Der größere Wandel hat bei mir selbst stattgefunden.

Vor einigen Jahren waren für mich oft neue Funktionen, technische Möglichkeiten und Offenheit die entscheidenden Kriterien.

Heute stelle ich mir andere Fragen:

  • Wie vorhersehbar verhält sich ein System?
  • Wie oft greift es ungefragt in meinen Alltag ein?
  • Wie viel Aufmerksamkeit fordert es von mir?
  • Passt es zu meinen tatsächlichen Gewohnheiten?

Vielleicht würdest du diese Fragen anders beantworten. Genau das macht solche Entscheidungen so individuell.

Für mich haben sich die Antworten in den letzten Jahren verändert. Wenn sich die Fragen verändern, verändern sich irgendwann auch die Geräte, zu denen man greift.


🎯 Eine Entwicklung, die ich selbst nicht erwartet hatte

Wenn ich heute auf meinen Schreibtisch schaue, sehe ich vorwiegend Apple-Geräte.

Allein diese Tatsache hätte mich vor einigen Jahren vermutlich überrascht.

Noch überraschender finde ich allerdings, wie unspektakulär dieser Wandel verlaufen ist. Es gab keinen großen Wechsel und keine bewusste Entscheidung für ein neues Ökosystem. Vielmehr hat sich vieles über Jahre entwickelt, während ich unterschiedliche Plattformen parallel genutzt habe.

Irgendwann ist mir aufgefallen, dass die Geräte, die lange nur Begleiter waren, inzwischen den größten Teil meines digitalen Alltags ausmachen.

Ob das in einigen Jahren noch genauso aussehen wird, kann ich heute nicht sagen. Die letzten Jahre haben mir eher gezeigt, dass technische Entscheidungen selten dauerhaft sind.

Im Moment bin ich sehr zufrieden und sehe keinen Anlass, etwas zu ändern. Nicht, weil Apple plötzlich perfekt geworden wäre, sondern weil die Geräte derzeit besser zu meinen Prioritäten passen als die Alternativen, die ich ausprobiert habe.

Vielleicht kennst du solche Entwicklungen selbst: Man beschäftigt sich lange mit einer Entscheidung und stellt irgendwann fest, dass sie im Alltag längst getroffen wurde.

P. S.: Hinter den letzten Artikeln hat übrigens auch viel Arbeit im Hintergrund gesteckt. So ging es beispielsweise darum, Alternativen zu Big Tech zu finden und Apple als „Daily Driver” zufriedenstellend einzurichten. Bald werde ich voraussichtlich GrapheneOS auf meinem Pixel 8 Pro installieren und Fedora auf meinem alten Lenovo-Gaming-Notebook besser einrichten. All das kostet Zeit. Das meiste ist nun geschafft. Ich hoffe, dass neue Artikel nun schneller erscheinen und ich bald auch wieder auf YouTube aktiv sein kann.


Über den Autor

Hi! Ich bin Marcel. 🙂

Hauptberuflich arbeite ich als IT-Projektmanager und lebe aktuell in Hamburg. Neben dem Bloggen als Hobby reise ich gerne. Mittlerweile treibe ich wieder recht viel Sport (Ausdauer und Kraft).

Wenn ich mich entspannen will, gehe ich gerne in den Park. Ich schaue mir Filme auf YouTube und Streamingdiensten an, höre gerne Musik auf Apple Music und spiele parallel dazu Diablo 3. Wenn ich meine Lieblingsreiseregion Asien vermisse und das Fernweh überhand nimmt, bin ich gerne in deutschen Beach Bars im Asien-Style mit vielen Palmen. 🙂

Seit 2018 schreibe ich auf diesem Blog über meine Erfahrungen im IT-Bereich. Denn ich helfe gerne anderen Menschen.

Derzeit bin ich mit keinem Betriebssystem so richtig zufrieden und bevorzuge Software, die überall läuft. Am liebsten als Web-App mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

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Hinweise: Bei den kursiv geschriebenen Wörtern kann es sich um eingetragene Marken oder Firmen handeln! Beispiele: Google, YouTube und Android. Alle Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Die Nutzung erfolgt ausschließlich zu Vergleichs- und Informationszwecken. Es kann sich aber auch um Fachbegriffe aus der IT-Welt handeln, die an diversen Stellen im Blog beschrieben werden.

Transparenz: Ich nutze KI-Tools (z.B. Proton Lumo und DeepL Write Pro), um Inhalte schneller zu erstellen und Sprache zu optimieren. Für einige Bilder nutze ich Envato Elements im Langzeitabound besitze somit die entsprechenden Medienlizenzen. Das gilt auch für die Erstellung von Logos und Designs mit Canva (inklusive KI-Funktionen), Affinity und GIMP sowie weiteren Open-Source-Tools.


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