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📱 Vom Pixel zum iPhone als Daily Driver: Was ich unterschätzt habe

🤔 Ich dachte, der schwierige Teil läge hinter mir

Welches Smartphone als Daily Driver? Bild: Canva (KI), Bearbeitung My Apps unleashed DE
Welches Smartphone als Daily Driver? Bild: Canva (KI), Bearbeitung My Apps unleashed DE

Als ich mich für das iPhone 17 Pro als Daily Driver entschieden hatte, dachte ich: Der schwierige Teil liegt jetzt hinter mir. Das stimmte nicht ganz.

Genau deshalb ging ich davon aus, dass es nur noch darum ginge, Daten zu übertragen, ein neues Smartphone einzurichten und den Alltag wie gewohnt fortzusetzen. [ 🍎 Warum ich heute überwiegend Apple nutze, obwohl ich das lange nicht geplant hatte. ]

Nicht alles, was sich technisch übertragen lässt, landet automatisch am richtigen Ort. Manche Dinge habe ich unterschätzt. Einige Probleme entstanden durch fehlende Erfahrung, andere waren das Ergebnis eigener Entscheidungen. An manchen Stellen habe ich mich auch auf KI-Unterstützung verlassen, die zunächst plausibel klang, in meiner konkreten Situation aber nicht immer zum besten Ergebnis führte.


🔀 Der einfachere Weg wäre vielleicht ein anderer gewesen

Je länger ich über diesen Wechsel nachdenke, desto deutlicher wird mir, dass das iPhone nicht die einzige naheliegende Option war. Mein Pixel 8 Pro funktioniert weiterhin zuverlässig. Gleichzeitig beschäftigt mich das Thema digitale Selbstbestimmung schon seit längerer Zeit. [ 🧭 Weg von Big Tech: Wo ich nach 8 Monaten wirklich stehe ]. Gerade deshalb lag eine andere Möglichkeit eigentlich auf der Hand: das Pixel behalten und stattdessen auf GrapheneOS wechseln. Ganz verschwunden ist dieser Gedanke bis heute nicht.

Vielleicht macht genau das die Situation etwas widersprüchlich. Ich nutze das iPhone aktuell bewusst als Daily Driver. Gleichzeitig ist Android für mich nicht erledigt, sondern bleibt Teil meines Alltags und meines Blogs.

Der einfachste Weg und alles harmonisch? Bild: Determined / Envato Elements
Der einfachste Weg und alles harmonisch? Bild: Determined / Envato Elements

🔍 Mein Ausgangspunkt war ungewöhnlicher, als ich dachte

Das iPhone 17 Pro war nicht mein erstes iPhone. Bereits zuvor nutzte ich rund anderthalb Jahre lang ein iPhone 15 als Zweitgerät neben meinem Pixel 8 Pro. Viele Dinge waren deshalb bereits eingerichtet – Mail, Kalender, verschiedene Apps und zahlreiche Konten existierten schon auf beiden Plattformen.

Als das neue iPhone ankam, erschien der naheliegende Weg deshalb einfach: Backup des bisherigen iPhones einspielen und weitermachen. Innerhalb kurzer Zeit war das neue Gerät einsatzbereit und ein großer Teil meines Alltags funktionierte sofort wieder. Rückblickend würde ich diesen Zustand auf etwa 80 bis 90 Prozent beziffern.

Die eigentlichen Probleme bemerkte ich erst später. Denn obwohl ich das neue iPhone aus einem vorhandenen iPhone-Backup wiederhergestellt hatte, lag ein großer Teil meines tatsächlichen Smartphone-Alltags weiterhin auf dem Pixel.

Heute würde ich die entscheidende Frage anders formulieren – nicht: „Wie bekomme ich mein altes iPhone auf das neue iPhone?“, sondern: „Welches Gerät enthält eigentlich die Daten, die ich künftig täglich nutzen möchte?“

Diese beiden Fragen klingen ähnlich, führen aber zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen.

⚠️ Ich habe das falsche Gerät migriert

Mein neues iPhone 17 Pro und mein iPhone 15. Foto: My Apps unleashed DE
Mein neues iPhone 17 Pro und mein iPhone 15. Foto: My Apps unleashed DE

Rückblickend war das vermutlich mein größter Fehler. Ich behandelte den Wechsel wie einen iPhone-zu-iPhone-Umzug. Tatsächlich war es ein Pixel-zu-iPhone-Wechsel.

Der richtige Weg wäre gewesen: zuerst mit Googles eigenem Transfer-Tool einen Android-nach-iOS-Umzug durchführen, dabei WhatsApp-Verläufe und Kamera-Medien direkt in die iCloud übernehmen – und erst danach das bestehende iPhone 15-Backup auf das neue Gerät aufspielen. Stattdessen habe ich leider den Android-nach-iOS-Transfer mit Datenverlust übersprungen. Was danach fehlte, beschreibe ich in den nächsten beiden Abschnitten.

💬 Die Sache mit WhatsApp

Am deutlichsten wurde das bei WhatsApp. Da ich den Wechsel über mein vorhandenes iPhone-Backup durchgeführt hatte, landeten meine Android-Chats nicht automatisch auf dem neuen Gerät. Zu diesem Zeitpunkt ging ich noch davon aus, dass sich das später relativ unkompliziert lösen ließe. Diese Annahme erwies sich als falsch.

Am Ende verlor ich meine bisherigen Chatverläufe und die dazugehörigen Medien. Rückblickend hätte ich die vorhandenen Migrationsmöglichkeiten deutlich früher prüfen müssen. Der eigentliche Fehler lag dabei nicht bei WhatsApp. Ich war immer noch in der Logik eines iPhone-Umzugs unterwegs. Nur war mein wichtigstes Smartphone zu diesem Zeitpunkt eben nicht das bisherige iPhone.

📷 Die Fotos waren das größere Problem

Ahhh! Up da space. Bild: Speedstock / Envato Elements (Hintergrund bearbeitet mit Envato AI)
Ahhh! Up da space. Bild: Speedstock / Envato Elements (Hintergrund bearbeitet mit Envato AI)

Ein Teil meiner jüngeren Fotobibliothek fehlt mir heute noch dort, wo ich sie gerne hätte – in Apple Fotos. Das klingt nach einem kleinen Detail. Für mich war es der aufwändigste Teil des gesamten Wechsels.

Viele Aufnahmen der letzten Jahre entstanden mit dem Pixel 8 Pro. Der Import auf mein MacBook Air in Apple Fotos war komplizierter als erwartet – das einfache Kopieren der Dateien führte nicht zum erwarteten Ergebnis, weil Apple Fotos nicht alle Formate akzeptiert hat.

Gerettet hat mich dabei zeitkapsl. Damit konnte ich bereits etwa die Hälfte der fehlenden Medien exportieren und erfolgreich importieren – und gehe davon aus, dass sich auch der verbleibende Bestand auf diesem Weg übernehmen lässt. zeitkapsl bleibt meine plattformübergreifende Hauptlösung: zugänglich im Browser unter Fedora Workstation, weiterhin auf dem Pixel 8 Pro und jetzt auch im Apple-Ökosystem. Den Artikel dazu findest du hiermittlerweile wurde der Dienst auch offiziell auditiert.

Apple Fotos teste ich daneben als Langzeittest – Ende-zu-Ende-verschlüsselt und damit aus eigenem Interesse einen näheren Blick wert.

✅ Was problemlos funktioniert hat

Interessanterweise waren viele Dinge deutlich einfacher als erwartet. Mail, Kalender, die meisten Apps und verschiedene Cloud-Dienste bereiteten kaum Schwierigkeiten. Vieles, worüber ich mir vor dem Wechsel Gedanken gemacht hatte, funktionierte bereits nach kurzer Zeit wieder wie erwartet. Genau deshalb bemerkte ich die eigentlichen Probleme zunächst gar nicht.

Im Alltag funktionierte fast alles. Erst nach und nach tauchten die Dinge auf, die ich beim Umzug nicht ausreichend berücksichtigt hatte – fehlende WhatsApp-Verläufe, Fotos nicht dort, wo ich sie inzwischen gerne hätte, manche Informationen vorhanden, aber nicht so nutzbar wie erwartet.

Die eigentlichen Schwierigkeiten lagen für mich deshalb nicht bei Mail, Kalender oder Apps. Sie lagen bei den Daten, die über Jahre ganz selbstverständlich Teil meines Alltags geworden waren.

🔄 Was ich heute anders machen würde

Prüfender Blick auf's iPhone. Bild: Danil_Rudenko / Envato Elements
Prüfender Blick auf’s iPhone. Bild: Danil_Rudenko / Envato Elements

Wenn ich denselben Wechsel noch einmal durchführen müsste, würde ich deutlich früher eine andere Frage stellen – nicht: „Wie richte ich mein neues Smartphone ein?“, sondern: „Welches Gerät enthält die Daten, die ich wirklich mitnehmen möchte?“

Außerdem würde ich besonders auf drei Bereiche achten:

  • Messenger-Daten
  • Fotos und Videos
  • Zwei-Faktor-Authentifizierung und andere sicherheitsrelevante Informationen

Genau dort können kleine Fehlannahmen später überraschend große Auswirkungen haben.


🚧 Mein Wechsel ist noch nicht abgeschlossen

Noch mehr zu tun. Bild: Media_photos / Envato Elements

Noch mehr zu tun. Bild: Media_photos / Envato Elements

Heute nutze ich das iPhone 17 Pro als Daily Driver. Gleichzeitig liegt das Pixel 8 Pro weiterhin auf meinem Schreibtisch und wird vermutlich schon bald mit GrapheneOS eine neue Aufgabe bekommen.

Aktuell sehe ich keinen endgültigen Gewinner unter den Cloudspeichern. Auf Apple-Geräten nutze ich iCloud (E2EE im Langzeittest) und parallel dazu Proton Drive. Letzteres nutze ich auch unter Fedora Workstation und dem Pixel 8 Pro. ☁️ Warum ich nach sieben Monaten bei Filen geblieben bin => Filen habe ich nun vorerst beiseitegelegt, da unter anderem der unabhängige Audit noch aussteht. Wie sich das weiterentwickelt, beobachte ich noch.

👉 Mich würde interessieren, welche Erfahrungen du bei Geräte- oder Plattformwechseln gemacht hast. Welche Kleinigkeit hat dich erst überrascht, als der Wechsel eigentlich schon abgeschlossen schien?


Über den Autor

Hi! Ich bin Marcel. 🙂

Hauptberuflich arbeite ich als IT-Projektmanager und lebe aktuell in Hamburg. Neben dem Bloggen als Hobby reise ich gerne. Mittlerweile treibe ich wieder recht viel Sport (Ausdauer und Kraft).

Wenn ich mich entspannen will, gehe ich gerne in den Park. Ich schaue mir Filme auf YouTube und Streamingdiensten an, höre gerne Musik auf Apple Music und spiele parallel dazu Diablo 3. Wenn ich meine Lieblingsreiseregion Asien vermisse und das Fernweh überhand nimmt, bin ich gerne in deutschen Beach Bars im Asien-Style mit vielen Palmen. 🙂

Seit 2018 schreibe ich auf diesem Blog über meine Erfahrungen im IT-Bereich. Denn ich helfe gerne anderen Menschen.

Derzeit bin ich mit keinem Betriebssystem so richtig zufrieden und bevorzuge Software, die überall läuft. Am liebsten als Web-App mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

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Hinweise: Bei den kursiv geschriebenen Wörtern kann es sich um eingetragene Marken oder Firmen handeln! Beispiele: Google, YouTube und Android. Alle Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Die Nutzung erfolgt ausschließlich zu Vergleichs- und Informationszwecken. Es kann sich aber auch um Fachbegriffe aus der IT-Welt handeln, die an diversen Stellen im Blog beschrieben werden.

Transparenz: Ich nutze KI-Tools (z.B. Proton Lumo und DeepL Write Pro), um Inhalte schneller zu erstellen und Sprache zu optimieren. Für einige Bilder nutze ich Envato Elements im Langzeitabound besitze somit die entsprechenden Medienlizenzen. Das gilt auch für die Erstellung von Logos und Designs mit Canva (inklusive KI-Funktionen), Affinity und GIMP sowie weiteren Open-Source-Tools.


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