Alternative Officepakete
Intro
(Heutiger Stand: erst einmal mit Fokus auf Alternativen zu (US)-Big-Tech-Diensten. Diese folgen bald.)
Hauptsächlich nutze ich momentan LibreOffice offline (Deutschland), obwohl ich lieber im Browser arbeiten würde und bei Proton wieder einmal auf weitere Lösungen neben Proton Docs warte.
Daher nutze ich mittlerweile Cryptpad online (Frankreich), das technisch auf OnlyOffice setzt und Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist.
Hintergründe
Als Angestellter nutze ich Microsoft Office 365 fast täglich. Daran gibt es nichts zu rütteln. Von wenigen kurzen Ausnahmen abgesehen, brauche und benutze ich es seit vielen Jahren privat nicht mehr. Stattdessen habe ich als ehemaliger Google-Fan bis Mitte 2024 hauptsächlich Google Docs, Google Sheets und Google Präsentationen genutzt.
Parallel dazu gehörten auch SoftMaker Office, die Open-Source-Suite LibreOffice und neuerdings OnlyOffice über Cryptpad dazu. Also habe ich schon vor diesem Jahr auf Alternativen von den (US‑)Big-Tech-Unternehmen zurückgegriffen.
Proton Docs ist erst einmal „nur“ ein Word-Pendant und ein Google-Docs-Klon mit weniger Funktionen. Pendants zu Excel und PowerPoint fehlen noch.
SoftMaker ist ein deutscher Hersteller, der auch eine freie Version von SoftMaker Office namens FreeOffice anbietet, die etwa ohne die in der Vollversion integrierten Tools wie ChatGPT SmartChat, DeepL und Duden Korrektor daherkommt. (DeepL: KI-unterstützte Übersetzungen und Verbesserung von Rechtschreibung und Grammatik aus Deutschland – mehr dazu unten im Kapitel Sprach-Tools). Beide Tools sind nicht als Web-Apps erhältlich.
The Document Foundation, die hinter LibreOffice steht, hat ihren Sitz in Berlin. OnlyOffice stammt von einem Unternehmen aus Lettland. Es gibt Gerüchte, dass diese Firma russische Wurzeln hat. Ich nutze OnlyOffice nicht direkt dort, von diesem Unternehmen gehostet, sondern entweder nur lokal oder von Cryptpad gehostet. (Bei meinen Tests früher auch über das Infomaniak Hosting). Collabora Online ist sozusagen ein LibreOffice im Browser, aber das müsste man selbst hosten. Das ist eher nicht für den normalen Benutzer geeignet.
Beim Thema Cloud-Speicher habe ich das Unternehmen Infomaniak bereits erwähnt. Dieses bietet neben Mail-, Kalender- und Cloud-Speicher-Diensten eine in der sogenannten integrierte Office-Lösung auf Basis von OnlyOffice an und ist auch bei der Dateikompatibilität gut, aber klar nicht perfekt. OnlyOffice bietet recht ähnlich aussehende Word-, Excel- und PowerPoint-Pendants.kSuite
Mittlerweile ist das Bearbeiten von Dokumenten in der auch mit dem Original Microsoft Office 365 als alternative Bearbeitungsmöglichkeit möglich. Das ist für mich ein No-Go und einer der Gründe, warum ich mich davon wieder verabschiedet habe! Ich will doch weg von Big Tech, aber die werden mir hintenherum wieder untergejubelt.kSuite
Ferner sind Servicemitarbeiter von Infomaniak mit teils obskuren Meinungen zur Privatsphäre, Datenschutz und Massenüberwachung aufgefallen. Ein Post dazu auf PrivacyGuides. Für mich: ein klares Bye-bye. Ja klar: Eine persönliche Meinung entspricht nicht unbedingt der gesamten Firmenkultur, aber mich stört es dennoch. Das Vertrauen muss da sein.
Legst du auf solche Punkte nicht viel Wert und möchtest es dennoch probieren: Der Web-Client von kDrive ist mächtig, und wenn man die Office-Dokumente von dort aus öffnet, dann gibt es vom Gefühl her kaum Unterschiede zu den Webversionen von OneDrive und Microsoft Office 365. Profis werden jedoch leider manche Funktionen der Desktopvarianten von Microsoft vermissen. kDrive und OnlyOffice kannst du dir auf vielen Betriebssystemen als Client installieren und all deine Office-Dokumente offline nutzen und bearbeiten.
Erfahrungen
LibreOffice läuft auf dem Desktop unter Windows, macOS und Linux Mint oder im Linux-Modus von ChromeOS ziemlich gut und stabil, aber nicht perfekt. Gerade unter macOS hält sich die Benutzeroberfläche nicht wirklich an die Designvorgaben von Apple und wirkt altbacken.
Weiterhin habe ich bei diesem Thema bereits einige Hinweise darauf gegeben, was mit den Alternativen OnlyOffice, Cryptpad und kSuite möglich ist, und auch auf die Einschränkungen bei den Web-Apps und die Kompatibilität zu Microsoft Office aus professioneller Sicht hingewiesen. Sie laufen als Web-Apps super und bringen, wie ich finde, einen ausreichend großen Funktionsumfang mit. Lässt sich der OnlyOffice-Client mit deinem „OnlyOffice-Hoster“ verbinden, was manchmal etwas tricky sein kann, dann ist auch dieser für so gut wie jedes Desktop- und Mobil-Betriebssystem lokal verfügbar und die Nutzung vollends empfehlenswert.
Natürlich habe ich den Betrieb nicht auf allen unterstützten Betriebssystemen getestet, aber zumindest unter Windows, macOS, Linux (Mint) und Android kann ich nicht klagen.
Über den Autor: Hi! Ich bin Marcel. Hauptberuflich arbeite ich als IT-Projektmanager und lebe aktuell in Hamburg. Neben dem Bloggen reise ich gerne. Wenn ich nicht zu faul bin, treibe ich Sport. Wenn ich mich entspannen will, schaue ich mir gerne Inhalte auf Netflix und YouTube an oder höre SoundCloud und spiele parallel dazu Diablo 3. 🙂

Ich habe diesen Blog im Jahr 2018 gestartet, um über meine Erfahrungen im IT-Bereich zu berichten. Denn ich helfe gerne anderen Menschen. Derzeit bin ich mit keinem Betriebssystem so richtig zufrieden und bevorzuge Software, die überall läuft. Am liebsten als Web-App mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

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Hinweise: Bei den kursiv geschriebenen Wörtern kann es sich um eingetragene Marken oder Firmen handeln! Beispiele: Google, YouTube und Android. Alle Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Die Nutzung erfolgt ausschließlich zu Vergleichs- und Informationszwecken. Es kann sich aber auch um Fachbegriffe aus der IT-Welt handeln, die an diversen Stellen im Blog beschrieben werden.
Transparenz: Ich nutze KI-Tools wie DeepL Write Pro, LanguageTool Premium, Proton Lumo Plus und Le Chat Pro, um dir neuen Content schneller und komprimierter bereitstellen zu können und um Sprache und Grammatik zu verbessern. Für einige Bilder nutze ich den Inhalt von Envato Elements im Langzeitabonnement und besitze somit die entsprechenden Medienlizenzen. Das gilt auch für die Erstellung von Logos und Designs mit Canva und GIMP und weiteren Open-Source-Tools.
