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Ein Blog über Web-Apps, Cross-Platform-Software und bewusste Nutzung im Alltag.

🎧 Musikstreaming ohne Big Tech: Warum ich nach neun Monaten bei SoundCloud geblieben bin und Qobuz trotzdem empfehle

🌱 Einordnung: Warum ich beim Musikstreaming noch einmal neu ansetzen musste

In den letzten Monaten habe ich hier im Blog immer wieder beschrieben, wie ich mich Schritt für Schritt von großen Cloud-Diensten löse. (z.B. 🧭 Weg von Big Tech: Wo ich nach 8 Monaten wirklich stehe) Das war nie ein sauber geplanter Schnitt, sondern hat sich aus der täglichen Nutzung heraus ergeben.

Ein Auslöser war für mich die zunehmende Integration von KI-Funktionen. Nicht als einzelne Funktion, sondern als etwas, das sich immer tiefer in bestehende Dienste einschiebt und den Umgang mit eigenen Daten verändert.

Bei vielen Themen habe ich inzwischen einen Weg gefunden, der für mich im Alltag funktioniert. Beim Musikstreaming war ich mir lange nicht sicher, ob sich diese Entwicklung genauso konsequent fortsetzen lässt.

Gerade weil Musik so nebenbei läuft, fällt eine bewusste Entscheidung schwerer. Du merkst erst im Alltag, wie sehr Gewohnheit und Komfort hier zusammenhängen. Genau an diesem Punkt habe ich in den letzten Monaten verschiedene Wege ausprobiert.


🔄 Ausgangspunkt nach meiner ersten Entscheidung

Vor rund neun Monaten war mein Stand noch ein anderer. Qobuz lief aktiv im Alltag, SoundCloud war eher eine Option, die ich mir genauer ansehen wollte.

YouTube Music hatte für mich lange völlig ausgereicht. Funktional gab es wenig auszusetzen, gerade auch durch die Empfehlungen. Gleichzeitig war klar, dass dieser Teil meines Setups nicht unabhängig steht, sondern in ein größeres Ökosystem eingebunden ist.

Die eigentliche Frage war also nicht, welcher Dienst „besser“ ist, sondern ob sich mein Weg aus anderen Bereichen hier überhaupt fortsetzen lässt.

🤔 Warum Musikstreaming schwerer zu entscheiden ist

Bei vielen Tools fällt eine Entscheidung relativ klar aus. Entweder etwas funktioniert für mich oder eben nicht. Beim Musikstreaming verschwimmt diese Grenze.

Musik läuft oft nebenbei. Entscheidungen entstehen nicht bewusst, sondern aus Gewohnheit. Empfehlungen spielen eine größere Rolle, als man sich eingestehen möchte.

Gleichzeitig ist der eigene Geschmack entscheidend. In meinem Fall geht es viel um Dancecore (früher bekannt als Hands up [Wikipedia]) und ähnliche Richtungen. Das ist kein Bereich, der automatisch von jedem Dienst gleich gut abgedeckt wird.

Vielleicht kennst du diesen Punkt, an dem eine eigentlich klare Haltung im Alltag plötzlich unscharf wird. Genau das ist mir hier passiert.

🎼 Mein Weg mit Qobuz

Qobuz hat auf den ersten Blick vieles von dem erfüllt, was ich gesucht habe.

Die Audioqualität ist sehr hoch. Ehrlicherweise höre ich im Alltag keinen klaren Unterschied, aber es bleibt ein gutes Gefühl, diese Option zu haben. Der Katalog ist groß und deckt den Mainstream sehr gut ab. Auch für mich ist dort vieles dabei, das ich gerne höre.

Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit Daten. Qobuz wirkt in diesem Bereich deutlich zurückhaltender als viele andere Dienste, was für mich ein klarer Pluspunkt ist.

Im Alltag zeigen sich aber die Stellen, an denen es für mich nicht ganz passt.

Mein Musikgeschmack wird nicht immer so gut getroffen, wie ich es mir wünschen würde. Gerade bei speziellen Mixen oder weniger verbreiteten Genres stoße ich schneller an Grenzen.

Dazu kommen kleinere technische Punkte. In der höchsten Qualität hatte ich immer wieder kurze Aussetzer beim Streaming, obwohl die Verbindung eigentlich stabil war. Mit reduzierter Qualität war das kaum noch ein Thema, verändert aber das ursprüngliche Versprechen.

Am Ende ist es jedoch ein anderer Punkt, der für mich entscheidend wurde. Als Zweitabo ist mir Qobuz auf Dauer zu teuer, auch wenn ich den Dienst an sich weiterhin sehr schätze.


🎶 Warum ich bei SoundCloud geblieben bin

SoundCloud war für mich anfangs eher ein Experiment. Nach einigen Monaten hat sich das Bild deutlich verändert.

Der größte Unterschied liegt im Angebot. Gerade in meinem Bereich finde ich dort deutlich mehr Inhalte, die zu meinem Geschmack passen. Viele Mixe und Sets, die ich anderswo gar nicht finde, sind hier selbstverständlich vorhanden.

Das verändert den Alltag stärker als jede technische Eigenschaft. Ich suche weniger und höre mehr einfach durch.

Beim Thema Daten und KI bleibt ein gewisser Vorbehalt. Es gab Überlegungen, Inhalte für Trainingszwecke zu nutzen, die später wieder relativiert wurden. Aktuell ist das als Opt-in angelegt.

Das ist kein perfekter Zustand, aber für mich im Moment vertretbar. Entscheidend ist, dass sich der Dienst für meinen konkreten Anwendungsfall einfach stimmiger anfühlt.

🚫 Klare Abgrenzung zu Spotify und Co.

Dienste wie Spotify, Apple Music oder Amazon Music spielen für mich weiterhin keine Rolle.

Der Funktionsumfang ist selten das Problem. Der Umgang mit Daten bleibt für mich der entscheidende Punkt. Bestimmte Entwicklungen gehen für mich zu weit, unabhängig davon, wie bequem die Nutzung ist.

Das bedeutet nicht, dass diese Entscheidung für jeden gleich ausfallen muss. Für mich ist sie an dieser Stelle jedoch klar.

⚖️ Warum ich trotzdem beide empfehle

Trotz meiner Entscheidung für SoundCloud bleibt Qobuz für mich eine klare Empfehlung.

Die beiden Dienste stehen für unterschiedliche Ansätze:

  • SoundCloud funktioniert für mich besonders gut bei speziellen Musikrichtungen und wenn ich neue Inhalte in meinem Bereich entdecken möchte
  • Qobuz bietet einen sehr soliden, klassischen Streaming-Ansatz mit einem guten Gefühl beim Thema Daten

Wenn du eher breit hörst und einen ruhigen, klassischen Dienst suchst, kann Qobuz sehr gut passen. Wenn du einen speziellen Geschmack hast oder viel mit Mixen arbeitest, wirkt SoundCloud oft deutlich lebendiger.


🧭 Einordnung nach neun Monaten

Nach neun Monaten hat sich meine Entscheidung weniger eindeutig entwickelt, als ich es am Anfang erwartet hätte.

SoundCloud ist für mich im Alltag geblieben. Es passt einfach besser zu meinem Hörverhalten. Und es treibt mich auf dem Spinning-Rad an. 😉 Qobuz bleibt ein Dienst, den ich weiterhin schätze, auch wenn er aktuell keinen festen Platz mehr bei mir hat.

Vielleicht ändert sich das wieder. Im Moment fühlt sich dieser Zwischenstand jedoch stimmig an.


Über den Autor: Hi! Ich bin Marcel. Hauptberuflich arbeite ich als IT-Projektmanager und lebe aktuell in Hamburg. Neben dem Bloggen reise ich gerne. Wenn ich nicht zu faul bin, treibe ich Sport. Wenn ich mich entspannen will, schaue ich mir gerne Inhalte auf Netflix und YouTube an oder höre SoundCloud und spiele parallel dazu z.B. Diablo 3. 🙂

Moi

Ich habe diesen Blog im Jahr 2018 gestartet, um über meine Erfahrungen im IT-Bereich zu berichten. Denn ich helfe gerne anderen Menschen. Derzeit bin ich mit keinem Betriebssystem so richtig zufrieden und bevorzuge Software, die überall läuft. Am liebsten als Web-App mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

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Hinweise: Bei den kursiv geschriebenen Wörtern kann es sich um eingetragene Marken oder Firmen handeln! Beispiele: Google, YouTube und Android. Alle Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Die Nutzung erfolgt ausschließlich zu Vergleichs- und Informationszwecken. Es kann sich aber auch um Fachbegriffe aus der IT-Welt handeln, die an diversen Stellen im Blog beschrieben werden.

Transparenz: Ich nutze KI-Tools wie DeepL Write Pro, LanguageTool Premium, Proton Lumo Plus und Le Chat Pro, um dir neuen Content schneller und komprimierter bereitstellen zu können und um Sprache und Grammatik zu verbessern. Für einige Bilder nutze ich den Inhalt von Envato Elements im Langzeitabonnement und besitze somit die entsprechenden Medienlizenzen. Das gilt auch für die Erstellung von Logos und Designs mit Canva und GIMP und weiteren Open-Source-Tools.


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