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Ein Blog über Web-Apps, Cross-Platform-Software und bewusste Nutzung im Alltag.

🦊 Warum ich auf Firefox-basierte Browser setze – und den großen Konzernen nicht mehr traue

Intro

Rückkehr zu Firefox | Bild: Google, Mozilla, Canva, My Apps unleashed DE
Rückkehr zu Firefox | Bild: Google, Mozilla, Canva, My Apps unleashed DE

Ich habe viele Jahre lang Google Chrome genutzt – auf dem Laptop, dem MacBook, dem Smartphone und, wie der Name schon sagt, auch auf dem Chromebook. Der Browser ist schnell, benutzerfreundlich und perfekt integriert. Aber die IT-Welt hat sich inzwischen verändert. KI ist inzwischen überall dabei. Browser, Betriebssysteme und Apps lernen, was wir mögen – und die großen US-Konzerne verdienen Milliarden damit.

Irgendwann wurde mir klar: Ich habe den Überblick verloren, wer wen kontrolliert – ich meinen Browser oder er mich? Da wurde mir klar: Es geht nicht mehr nur darum, welcher Browser schneller ist oder besser aussieht. Es geht um Vertrauen. Deshalb nutze ich jetzt wieder Browser, die auf Firefox basieren. Nicht, weil ich auf Nostalgie stehe, sondern weil ich in meinem digitalen Alltag wieder selbst bestimmen möchte, was passiert. Heute nutzt fast jeder Fünfte in Deutschland diese Firefox-Browser am Rechner. [Quelle: Statcounter]

In diesem Beitrag geht’s darum, warum diese Entscheidung heute wichtiger ist als je zuvor und welche Auswirkungen sie in der Praxis hat. Wie immer kannst du in die Kapitel springen, die dich interessieren, und durch Aufklappen der Detailbereiche an weitere Hintergrundinfos kommen. Dafür habe ich viel recherchiert und getestet.


Hintergrundinfos

Details

Warum die Browserwahl heute mehr bedeutet als früher

Heute ist die Wahl des Browsers nicht mehr nur eine rein technische Entscheidung. Früher ging es darum, welcher Browser schnell ist, stabil läuft und gut aussieht. In unserer heutigen Zeit, in der KI in alles integriert ist, geht es vor allem darum, wem du vertraust. Dein Browser ist quasi die Tür zu deiner digitalen Welt – er weiß, was du suchst, liest, kaufst oder planst.

Damit hältst du mit ihm auch den Schlüssel zu deiner Privatsphäre in der Hand. Wenn jemand weiß, was du im Browser machst, kann er deine Interessen und Gewohnheiten erkennen und oft auch deine Identität. Die Daten sind echt wertvoll. Sie sind die Basis des milliardenschweren Werbegeschäfts.

Browser sind also längst keine neutralen Werkzeuge mehr. Sie sind Teil von größeren Plattformen, die mit deinen Daten arbeiten – meistens im Hintergrund, oft automatisiert. Wenn du die Kontrolle über deine digitale Identität behalten willst, solltest du genau hinschauen, welchen Browser du nutzt. Das formuliere ich bewusst etwas provokant, um vielleicht auch bei dir den Stein ins Rollen zu bringen.

Ältere Version von Firefox-ESR im Linux-Modus von ChromeOS| Bild: My Apps unleashed DE
Ältere Version von Firefox-ESR im Linux-Modus von ChromeOS| Bild: My Apps unleashed DE

Meine Rückkehr: Vom Chrome-Komfort zur Firefox-Freiheit

Ich habe viele Jahre lang Chrome genutzt und war damit auch sehr zufrieden. Die Synchronisierung der Einstellungen, Lesezeichen, Add-Ons und so weiter funktioniert einwandfrei, und auch die automatische Anmeldung über Passwörter und Passkeys läuft wie geschmiert. Aus Datenschutzgründen würde ich Letzteres niemandem empfehlen. Ich würde dir raten, einen separaten Passwortmanager zu verwenden.

Vor allem auf Chromebooks läuft Chrome echt super. Diese habe ich einige Jahre lang hauptsächlich benutzt. Irgendwann wurde mir klar, dass ich unbemerkt viel Kontrolle abgegeben hatte. Und nein, nicht alles auf einem Chromebook ist automatisch von Google und online! Wenn man möchte, kann man auch Web-Apps, Android-Apps und Linux-Anwendungen von anderen Anbietern online sowie offline nutzen! Auch andere Browser.

Chrome wusste jedoch genau, wonach ich gesucht hatte, welche Seiten ich regelmäßig besucht hatte und wann ich online gewesen war. Das ist zwar praktisch, aber auch beunruhigend. Vor allem, wenn man sich anschaut, wie viele Hintergrundverbindungen und Tracking-Dienste dabei aktiv sind.

Der Wendepunkt kam spätestens, als ich mir Artikel und Videos von Experten angeschaut habe, die die Online-Spuren genauer beobachtet haben. Sie haben ein paar Analysetools installiert und dann auf dem Bildschirm gesehen, wie viele Anfragen Chrome während einer einzigen Sitzung stellt. Das war der Punkt, an dem ich beschlossen habe: Das ist nicht der richtige Weg für mich. Ich wollte, dass ich im Hinblick auf KI wieder selbst bestimmen kann, was geteilt wird und was privat bleibt. Denn es sieht so aus, als wolle Google Gemini – egal ob kurz oder lang – in Chrome integrieren. [Quelle: heise online]

Auch Mozilla plant, ein KI-Fenster in Firefox zu integrieren. [Quelle: Caschys Blog] Es handelt sich also um eine freiwillige Nutzung für interessierte Personen. Ein KI-Fenster ist etwas anderes als eine KI, die tief im Browser integriert ist und alles im Hintergrund beobachtet, was du machst, und sogar mit Vorschlägen eingreift.

Ich habe Firefox übrigens schon während meines ersten Studiums um 2000 auf den Linux-Rechnern im Rechenzentrum der Hochschule sowie zu Hause genutzt. Danach eher sporadisch. Deshalb bezeichne ich diesen Schritt als Rückkehr. Ich möchte an dieser Stelle auch nicht näher darauf eingehen, dass ich in der Übergangsphase Brave benutzt habe. Dazu kommt auch noch ein Artikel.

Ja, die uneingeschränkte Version von Adblock Plus => Keine Werbung und Tracker!| Bild: My Apps unleashed DE
Ja, die uneingeschränkte Version von Adblock Plus => Keine Werbung und Tracker!| Bild: My Apps unleashed DE

Die Sache mit den Erweiterungen – Werbeblocker & Manifest V3

Neben der Datensammlung, dem Tracking und der bevorstehenden Integration von Gemini in Chrome gibt es noch einen anderen wichtigen Grund, warum ich so motiviert war, zu wechseln. Das liegt an einer Einschränkung von Google am Chrome, die noch nicht so lange zurückliegt: Mit dem neuen Manifest V3 hat Google festgelegt, wie Erweiterungen in Chrome in Zukunft funktionieren dürfen. Die offizielle Begründung ist, dass es dabei um „mehr Sicherheit“ und „bessere Performance“ geht. In der Praxis heißt das vor allem, dass Werbeblocker eingeschränkt werden.

Bisher konnten Add-ons wie uBlock Origin, NoScript und Privacy Badger direkt in den Datenverkehr eingreifen und Anfragen blockieren, bevor diese das Netzwerk verließen. Mit Manifest V3 wurde dieser Zugriff jedoch drastisch eingeschränkt. Erweiterungen dürfen nur noch über ein eingeschränktes Regelwerk filtern. Das führt dazu, dass wir weniger Kontrolle haben, Blocker öfter versagen und mehr Werbung angezeigt wird.

Firefox geht hier bewusst einen anderen Weg. Mozilla hat das alte, leistungsfähige Erweiterungsmodell beibehalten. Das heißt, man hat weiterhin volle Funktionalität ohne künstliche Grenzen. Hier läuft uBlock Origin in der vollständigen Version mit dynamischen Filtern und Skriptblockierung. Auch NoScript kann nach wie vor jeden einzelnen Skriptaufruf prüfen und unterbinden, bevor etwas geladen wird.

Das gilt nicht nur für Laptops. Zumindest mit Firefox für Android kannst du die gleichen Erweiterungen wie am Rechner auch mobil nutzen. Es gibt keine abgespeckten Versionen, keine Whitelist und auch kein „Genehmigt von Google“. Du kannst unterwegs dieselben Schutzmechanismen aktivieren wie am Desktop. Das ist Teil eines durchgängigen Konzepts, das sich konsequent an den Interessen der Nutzer und nicht an Werbeumsätzen orientiert.

Firefox als Basis – offen, unabhängig, unterschätzt

Ich habe Firefox als Nächstes parallel genutzt, weil der unter Linux Mint ja eh vorinstalliert ist. Ich nutze es aktuell hauptsächlich neben anderen Betriebssystemen wie macOS und Android. Die Mozilla Foundation, eine gemeinnützige Organisation, hat ihn entwickelt. Die verfolgen grundsätzlich kein Geschäftsmodell mit Nutzerdaten. Das ist schon ein starkes Argument. Warum die Formulierung „grundsätzlich“? Das liegt daran, dass der Browser im Auslieferungszustand z. B. Diagnosedaten sammelt, was nicht ganz in Ordnung ist, sich aber abschalten lässt. Das möchte ich hier auch ganz transparent erwähnen.

Firefox ist Open Source, sein Code ist öffentlich einsehbar und kann von einer engagierten Community überprüft werden. Du musst kein Entwickler sein, um davon zu profitieren – allein die Tatsache, dass andere ständig mitlesen und mitdenken, schafft Transparenz und Vertrauen. Der Browser ist technisch absolut auf der Höhe. Die Engine läuft schnell und die Bedienung ist easy. Mit Add-ons kannst du deinen Browser genauso zusammenstellen, wie du ihn brauchst. Besonders praktisch ist der Erweiterte Tracking-Schutz (ETP). Der blockt automatisch Werbung und Fingerprinting, ohne die Darstellung von Websites selbst zu beschädigen.

Firefox ist kein Trendprodukt, sondern ein solides Tool. Wenn du dich ein wenig damit beschäftigst, bekommst du als Lohn dafür echte Kontrolle zurück.

Firefox-Forks: Wenn Privatsphäre noch weiter geht

Nach einer Weile habe ich mich gefragt, wie weit man beim Datenschutz gehen kann, ohne auf Komfort zu verzichten. Ich habe dann noch zwei echt spannende Projekte entdeckt: den Mullvad Browser und LibreWolf. Die basieren auf Firefox, sind aber noch einen Schritt weiter.

Der Mullvad Browser wurde zusammen mit dem Tor Project entwickelt und setzt voll auf Anonymität: keine Telemetrie, kein individuelles Fingerprinting, keine dauerhaften Cookies. Mullvad hat sogar das Fensterformat über die Voreinstellungen vereinheitlicht, damit man nur schwer auf deine Identität rückschließen kann. Ich umgehe das zumindest beim normalen Surfen mit dem offiziellen (aufpassen!) Add-on DarkReader, das dem klar widerspricht, aber mich als Dark-Mode-Fan zufriedenstellt. Wenn du zusätzlich ein VPN nutzt, ist dein System noch besser geschützt.

LibreWolf ist da anders. Die Entwickler möchten dir maximale Kontrolle ermöglichen. Hier sind alle Datensammelmechanismen standardmäßig deaktiviert und viele Optionen sind datenschutzfreundlich vorkonfiguriert. Du bestimmst, was dein Browser tut – und nicht umgekehrt.

Diese Projekte zeigen, was Open Source möglich macht: Vielfalt, Transparenz und echte Wahlfreiheit. In weiteren Artikeln stelle ich die beiden Browser dann hoffentlich schon bald ausführlicher vor und berichte dabei von meinen Erfahrungen aus dem Alltag.


NEIN! Schon deswegen.| Bild: My Apps unleashed DE
NEIN! Schon deswegen.| Bild: My Apps unleashed DE

Meine Erfahrungen

Was der Wechsel gebracht hat

Der Umstieg war einfacher als gedacht. Schon nach etwa 15 Minuten war alles eingerichtet: Ich hatte meine Lesezeichen importiert und meine favorisierten Add-ons (uBlock Origin, NoScript, CleanUrls, DarkReader und Proton Pass) installiert. Ich möchte noch mal betonen, dass ich dir nicht empfehlen würde, den Passwortmanager zu nutzen, der in den Browser integriert ist. Viele Sicherheitsexperten im Web empfehlen das nicht, wie zum Beispiel auf dem Blog von Kuketz. Firefox ist da keine Ausnahme.

In der Praxis laden die Seiten schnell, Streaming (Netflix, Joyn, Soundcloud) funktioniert und auch Online-Tools wie Notion oder Office 365 laufen ohne Überraschung einwandfrei. Ich habe diese bekannten Vertreter mal getestet, obwohl ich eigentlich diverse Alternativen bevorzuge und empfehle. Schau dir auch meine große Liste in diesem Artikel an. Nur als Info: Ich bin kein Tab-Junkie, also habe ich selten mehr als 10 Tabs geöffnet. Wenn du viele Tabs geöffnet und wenig freien Speicher hast, kann das natürlich ziemlich langsam werden.

Firefox packt dir zwar im Auslieferungszustand einige statische Links zu bekannten Seiten und Shops auf die Startseite und ermöglicht Google- und Sponsoren-Suchergebnisse bereits beim Tippen in der Adressleiste, aber die kannst du schnell loswerden. Und wenn du schon dabei bist, dir die Einstellungen anzuschauen, kannst du auch gleich die eingebauten Telemetriefunktionen deaktivieren.

Nach ein paar Änderungen an den Einstellungen merkt man den Unterschied vor allem bei der Ruhe. Keine nervigen Vorschläge, keine automatischen Log-ins und keine smarten Startseiten, die mich auf bestimmte Inhalte lenken wollen. Du entscheidest wieder selbst, was du sehen willst. Das fühlt sich echt gut an. Selbst mit den Einstellmöglichkeiten in Chrome ist das schon eine kleine Herausforderung.

Natürlich gibt es auch ein paar kleinere Einschränkungen. Manche Seiten sind für Chrome optimiert, und ein paar Web-Apps verlangen Google-Komponenten. Aber das ist selten ein echtes Problem. Für mich liegen die Vorteile daher klar auf der Hand: weniger Tracking, weniger Ablenkung, mehr Kontrolle.

Du findest das zu gut, um wahr zu sein, und glaubst, dass das jeder behaupten kann? Kein Problem! Wenn du möchtest, kann ich dir die einzelnen Punkte noch etwas detaillierter beschreiben. Dazu kannst du den folgenden Abschnitt aufklappen.

Details zu den Erfahrungen

Hinweis: Je nachdem, welche Einstellungen du in Firefox vorgenommen hast, können sich bei dir Unterschiede zu den folgenden Dingen ergeben, die ich dir nun beschreibe.

Keine aufdringlichen Vorschläge

In Firefox bleiben die Vorschläge in der Adresszeile neutral, wenn du nicht die Google-Suche aktiviert hast und auch nicht an deinem Google-Konto angemeldet bist. Dann gibt es keine von Google gesteuerten Empfehlungen, die auf dein Suchverhalten oder deinen Standort abgestimmt sind. Wenn du zum Beispiel „Rezept Tomatensuppe“ eingibst, siehst du nur deine eigenen Lesezeichen oder Verlaufseinträge zu diesem Suchbegriff. Es werden keine zufälligen YouTube-Videos oder News-Kacheln eingeblendet.

Du entscheidest, wohin du klickst und was dann angezeigt wird. Das ist ein kleines, aber spürbares Stück Eigenkontrolle, das in Chrome schnell in Vergessenheit gerät.

Keine automatischen Log-ins

Wenn du den Browser Chrome mit integrierter Google-Anmeldung startest, bist du automatisch auch bei YouTube, Gmail oder Drive eingeloggt. Das ist zwar praktisch, aber du bist dann auch Teil eines Werbeökosystems, das von Daten lebt.

Firefox trennt das ganz klar: Wenn du dich auf einer Webseite anmeldest, bedeutet das nicht, dass der Browser das gesamte Profil mitschleppt. Das geht technisch auch nicht, weil du dich nicht per Google-Log-in am Browser, sondern nur über die Firefox-Synchronisierung anmelden kannst. Wenn du YouTube so öffnest, bleibst du anonym, bis du dich bewusst einloggst.

Das ist echt easy und tut richtig gut. Das fällt mir immer wieder auf, wenn ich mich für oder gegen eine Plattform entscheide.

Nur als Anmerkung: Klar, du kannst im Chrome auch ohne Google-Konto ein Browser-Profil anlegen. Aber man weiß halt nie, was Google eigentlich im Hintergrund treibt. Schau dir mal den Fall an, bei dem Google trotz Inkognitofenster Daten nach Hause geschickt und deswegen ein Gerichtsverfahren am Hals hatte. [Quelle: z.B. Stern]

Noch einmal: Ruhe! Firefox-Startseite: wie Sie sehen, sehen Sie nichts | Bild: My Apps unleashed DE
Ruhe! FirefoxStartseite: wie Sie sehen, sehen Sie nichts | Bild: My Apps unleashed DE

Keine smarten Startseiten

Chrome zeigt auf der Startseite Schlagzeilen, Trends und personalisierte Artikel, Firefox hingegen nicht. Es gibt nur ein Suchfeld, die vorgegebenen oder deine Lesezeichen und Ruhe. Auch automatische Empfehlungen, keine „Für dich“-Sektionen und keine digitalen Blickfänger, die Aufmerksamkeit abziehen, stören nicht.

Nach einer kurzen Konfigurationsrunde startest du mit einer leeren Startseite in den Tag und nicht mit einer Vorauswahl an Themen, die jemand anderes (KI?) als relevant erachtet hat.

Du entscheidest wieder selbst

Firefox zwingt dir keine automatisierten Entscheidungen auf. Egal, ob es um Tracking, Standort oder Benachrichtigungen geht – du wirst immer gefragt bzw. hast du die Möglichkeit, für dich vorteilhafte Einstellungen vorzunehmen. Im Hintergrund läuft nichts, es gibt keine versteckten Freigaben oder voreingestellten Profile.

Du wirst merken, dass du wieder selbst entscheidest, was passiert. Das mag jetzt vielleicht banal klingen, aber es verändert die Art und Weise, wie man surft. Man surft bewusster, kontrollierter und entspannter.

Kleine Einschränkungen

Natürlich gibt es ein paar kleinere Einschränkungen. Das hatte ich oben schon erwähnt. Es gibt ein paar Webseiten, die speziell für Chrome optimiert sind. So nutzen einige Anwendungen, zum Beispiel bestimmte Videokonferenz-Tools oder Unternehmensportale, noch Chrome-spezifische Funktionen. Das kommt zwar eher selten vor, aber es kann schon mal passieren. Firefox hält sich da strikt an offene Webstandards.

In der Praxis merkt man das kaum – und meistens lohnt sich der Gewinn an Transparenz und Ruhe mehr als die gelegentliche Zusatzsekunde. Wenn du bei deinen Tests auf genau dieses Problem stößt, kannst du trotzdem auf Firefox umsteigen und Chrome dann nur noch gelegentlich für spezielle Webanwendungen nutzen, auf die du nicht verzichten kannst. Denn ein Wechsel auf eine andere Webanwendung ist oft mehr Aufwand und man muss sich umgewöhnen. Oder du versuchst in diesen Fällen z.B. mit den Chrome-Alternativen Ungoogled Chromium oder Cromite, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, dass deine Webanwendungen unterstützt werden. Darauf werde ich hier jedoch nicht weiter eingehen.

Was die Sicherheit deines Firefox-Browsers auf Android-Geräten angeht, gibt es jedoch auch ein paar Einschränkungen, die du kennen solltest. Der Browser hat im Gegensatz zu Chromium-basierten Mobilbrowsern keine vollwertige Renderer-Sandbox. In der IT-Sicherheits-Community wird darüber echt kontrovers diskutiert. Wenn du Firefox und die Add-ons immer auf dem neuesten Stand hältst, also immer direkt neue Updates installierst und auch darauf achtest, welche Add-ons du nutzt, ist es eher unwahrscheinlich, dass es zu einem Sicherheitsproblem kommt.

Mehr Kontrolle, weniger Ablenkung

Firefox blockt von Haus aus Tracker und Fingerprinting-Skripte ziemlich gut. Dafür musst du nichts konfigurieren. Wenn du surfst, siehst du, was blockiert wurde – ganz transparent und nachvollziehbar. [Quelle: u.a. Mozilla Support]

Das Netz fühlt sich auf diese Weise gleich viel besser an: weniger Werbung, weniger Störungen, weniger Dinge, die einem ungefragt Aufmerksamkeit abverlangen. Es ist, als hätte jemand die Aufdringlichkeit gedimmt – und man merkt, wie entspannt das Web sein kann, wenn man selbst bestimmt, was passiert.


Im Rückblick habe ich mich echt schnell eingewöhnt. Alles lief stabil, Browsererweiterungen funktionierten wie gewohnt, und die tägliche Nutzung fühlte sich vertraut an. Es gab nur eine Sache, die anders war: Ich hatte wieder das Gefühl, zu verstehen, was im Hintergrund passierte. Keine undurchsichtigen Prozesse, keine unsichtbaren Verbindungen.

Das merkt man nicht sofort, aber mit der Zeit stellt sich eine gewisse Gelassenheit ein. Das Surfen fühlt sich bewusster an – fast so, als hätte man das eigene digitale Umfeld endlich wieder aufgeräumt. Und genau das bringt mich zu meinem Fazit.

Fazit: Digitale Souveränität statt digitaler Bequemlichkeit

Nach ein paar Monaten mit Firefox und seinen Ablegern kann ich sagen: Der Unterschied ist deutlich spürbar – und zwar nicht unbedingt nur technisch, sondern auch gefühlsmäßig.

Je nachdem, was du bevorzugst, kannst du durch den Wechsel und ein paar Einstellungen automatische Log-ins, personalisierte Startseiten und ständige Vorschläge loswerden. Ich zum Beispiel möchte mich auf das konzentrieren, was ich sehen will. Was meinst du?

Wenn du den Browser öffnest, landest du nicht in einem Werbefenster, sondern auf einer leeren Seite. Diese Ruhe hat etwas Befreiendes, finde ich. Klar, manchmal gibt’s kleine Einschränkungen – manche Webanwendungen sind für Chrome optimiert oder setzen Google-Dienste voraus. Aber das ist selten ein echtes Problem. Ich hatte echt Schlimmeres erwartet. Aber Pustekuchen.

Firefox, Mullvad Browser oder LibreWolf zeigen, dass man im Netz unterwegs sein kann, ohne sich komplett durchleuchten zu lassen. Man merkt erst, wie angenehm es ist, wenn man die Kontrolle wieder selbst in der Hand hat. Und darum geht’s: digitale Souveränität statt digitaler Bequemlichkeit.

Empfehlung und Ausblick

Wenn auch du mal wissen willst, wie es sich anfühlt, ohne ständig beobachtet zu werden, dann probier Firefox einfach mal (wieder) aus. Auch wenn du ihn vor ein paar Jahren wegen der besseren Geschwindigkeit von Chrome von deinem Rechner geschmissen hast, ist das eine gute Idee, weil auch Firefox besser geworden ist.

Lade ihn dir oder einen seiner Ableger herunter, richte ihn in Ruhe ein und nutze ihn eine Woche lang im Alltag. Du musst nichts aufgeben, kein Risiko eingehen – nur kurz über den eigenen digitalen Schatten springen. 👉 Mach den Test. In zehn Minuten bist du startklar und merkst vielleicht schon bei den ersten Webseiten, wie gut es sich anfühlt, wieder selbst die Kontrolle zu haben.

Ich nutze aktuell hauptsächlich die Browser Firefox (Hobby: Bloggen und Streaming), Mullvad Browser (surfen) und LibreWolf (Websuchen) für unterschiedliche Zwecke und könnte hier noch in weitere Bereiche einsteigen, z. B. in das Thema Browser-Profile. Das möchte ich aber erst mit weiteren Artikeln angehen.

Wie ich schon mal erwähnt habe, nutze ich für verschiedene Zwecke übrigens noch Ungoogled Chromium unter Linux Mint und MacOS sowie Cromite unter Android. Ich werde dazu auch noch ein paar Artikel schreiben. Ich kann beide Browser empfehlen.

Welche Browser benutzt du so und welche Themen fändest du spannend, die ich im Blog aufnehmen könnte?

Verwendete Browserlogos: Google Chrome und Mozilla Firefox. Alle Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Die Nutzung erfolgt ausschließlich zu Vergleichs- und Informationszwecken. 


Über den Autor

Hi! Ich bin Marcel. 🙂

Hauptberuflich arbeite ich als IT-Projektmanager und lebe aktuell in Hamburg. Neben dem Bloggen als Hobby reise ich gerne. Mittlerweile treibe ich wieder recht viel Sport (Ausdauer und Kraft).

Wenn ich mich entspannen will, gehe ich gerne in den Park. Ich schaue mir Filme auf YouTube und Streamingdiensten an, höre gerne Musik auf Apple Music und spiele parallel dazu Diablo 3. Wenn ich meine Lieblingsreiseregion Asien vermisse und das Fernweh überhand nimmt, bin ich gerne in deutschen Beach Bars im Asien-Style mit vielen Palmen. 🙂

Seit 2018 schreibe ich auf diesem Blog über meine Erfahrungen im IT-Bereich. Denn ich helfe gerne anderen Menschen.

Derzeit bin ich mit keinem Betriebssystem so richtig zufrieden und bevorzuge Software, die überall läuft. Am liebsten als Web-App mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

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Hinweise: Bei den kursiv geschriebenen Wörtern kann es sich um eingetragene Marken oder Firmen handeln! Beispiele: Google, YouTube und Android. Alle Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Die Nutzung erfolgt ausschließlich zu Vergleichs- und Informationszwecken. Es kann sich aber auch um Fachbegriffe aus der IT-Welt handeln, die an diversen Stellen im Blog beschrieben werden.

Transparenz: Ich nutze KI-Tools (z.B. Proton Lumo und DeepL Write Pro), um Inhalte schneller zu erstellen und Sprache zu optimieren. Für einige Bilder nutze ich Envato Elements im Langzeitabound besitze somit die entsprechenden Medienlizenzen. Das gilt auch für die Erstellung von Logos und Designs mit Canva (inklusive KI-Funktionen), Affinity und GIMP sowie weiteren Open-Source-Tools.


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