Von Big Tech enttäuscht: Windows spioniert, macOS nervt, Linux frickelt, ChromeOS kapituliert
Intro: Von Big Tech enttäuscht und von keinem System überzeugt

Ich kann mich kaum erinnern, wann ich zuletzt wirklich zufrieden mit einem Betriebssystem war. Jedes Jahr hoffe ich auf mehr Stabilität, weniger Bevormundung und etwas mehr Respekt vor uns Nutzern – und jedes Jahr kommt die Ernüchterung schneller als jedes Update.
Windows 11 ist werbelastig und datenhungrig. MacOS zwingt mich dazu, eine halbe Werkzeugkiste an Tools zu benutzen. Linux Mint frustriert mich mit kleinen, aber alltäglichen Macken. ChromeOS hat sich vom Leichtgewicht zur KI-Plattform entwickelt.
Deshalb springe ich ständig zwischen macOS und Linux Mint. Ich will einfach nur arbeiten – ohne dauernd Datenschutzschalter zu suchen oder darauf zu warten, dass mir ein neues Feature wieder ein Stück Kontrolle entzieht.
2025 wirkt es so, als gäbe es kein System mehr, das uns einfach machen lässt, was wir wollen: arbeiten, ohne ausspioniert, eingeschränkt oder ausgebremst zu werden.
➡️ Warum du weiterlesen solltest
Wenn du selbst Systeme wechselst, mit KI-Zwang kämpfst oder Big Tech kritisch siehst, wirst du dich hier wiederfinden – oder du widersprichst mir und erklärst in den Kommentaren, was dein System besser macht.
🪟 Windows 11: Datenschutz-Desaster mit Systemfehler
Windows 11 zeigt mir, wie weit sich ein Betriebssystem von seinen Nutzern entfernen kann. Schon die Installation sendet Telemetriedaten an Orte, die man kaum beeinflussen kann – selbst mit maximal restriktiven Einstellungen. Und dazu noch Werbung! Unglaublich!
Dann kommt Windows Recall: eine KI-Funktion, die regelmäßig Screenshots des Bildschirms erstellen soll. Mal ehrlich: Wer braucht das? Hast du dich schon mal gefragt, wie viele deiner Nutzungsgewohnheiten eigentlich in Datenpunkten landen?
Optisch wirkt Windows 11 modern, aber das System fühlt sich träger an: Das Startmenü hängt, der Datei-Explorer ist fehleranfällig und mein älteres Lenovo-Notebook reicht für moderne Spiele längst nicht mehr aus. Für AAA-Games müsste ich investieren – aber Windows hat für mich seinen Bonus aufgebraucht.
Ein kleiner Lichtblick ist der solide Proton-Drive-Client unter Windows. Beruflich komme ich als Angestellter ohnehin nicht an Windows vorbei, aber privat suche ich weiter nach besseren Alternativen.
Kleine Tipps für Windows-Nutzer
- Wenn du Windows verwenden musst, schau dir Tools wie O&O ShutUp10 oder das Privacy Dashboard unter Einstellungen an – sie helfen dir, ein bisschen Kontrolle zurückzubekommen.
- Und probier mal, ob dein Alltag mit einem lokalen Konto statt Microsoft-Konto entspannter wird, solange das noch möglich ist.
🐧 Linux Mint: Freiheit mit kleinen Macken
Linux Mint hat für mich das größte Herz: keine Datensammelei, kein Big Tech, kein KI-Grundrauschen. Es ist eines meiner beiden täglichen Systeme – ein System, das mir gehört und mit dem ich mich frei fühle, solange die Hardware mitspielt.
Mint ist stabil, übersichtlich und angenehm im Alltag. Viele Sachen erledige ich inzwischen ganz bewusst unter Linux, weil sich das dort einfach natürlicher für mich anfühlt. Aber ein paar Dinge nerven trotzdem. Ein offizieller Proton-Drive-Client fehlt, weshalb ich Filen nutze – immerhin systemübergreifend, aber nicht auditiert. Nach früheren Problemen mit Cryptomator und VeraCrypt setze ich heute lieber auf integrierte Systemverschlüsselung und E2EE-Dienste.
Gaming funktioniert dank Steam, Proton und Lutris erstaunlich gut – bis ein Hersteller den Client ändert. Dann heißt es reparieren, hoffen oder warten. Mein Battle.net-Problem für Diablo 3 ist ein typisches Beispiel dafür. Dazu folgt bald ein eigener Artikel.
Auch Hardware kann zickig sein: Mein Bluetooth-Headset klingt manchmal wie ein Radio aus den 50ern. Ein Neuverbinden reicht meist, aber es nervt dennoch. Hast du ähnliche Bluetooth-Probleme? USB zickt auch rum. Wenn ich meinen externen Asus ZenScreen anschließe, reagiert der Mauszeiger (Bluetooth) in Diablo 4 (Steam) und in Moonlight (CloudGaming über CloudDeck) trotz offizieller Synaptics-Treiber für den DP Alt Mode sehr langsam und ruckelt. Wenn ich den ZenScreen trenne, ist das Problem weg.
Updates sind ebenfalls ein Thema. Trotz Timeshift aktiviere ich automatische Updates ungern, damit nichts schief geht – tägliche Hinweise empfinde ich als Belastung. Vielleicht sollte ich das noch einmal in Ruhe neu bewerten. (Komfort vs. Risiko)
Trotz dieser Macken ist Mint ein fester Bestandteil meines Alltags. Ich nutze es parallel zu macOS – nicht als Alternative, sondern als gleichwertiges System. Vielleicht teste ich bald Fedora oder warte auf die neue Steam-Machine. Linux hat sich stark entwickelt, und die Richtung macht mir Hoffnung.
Kleine Tipps für Linux-Mint-Nutzer
- In Mint ist blueman eh schon enthalten. Wenn Bluetooth spinnt: blueman kurz neu starten oder mal zwischen PipeWire und PulseAudio wechseln – hilft öfter, als man denkt.
- Für stabilere Gaming-Setups hilft es, Proton-Versionen manuell zu fixieren statt automatisch zu aktualisieren.
- Wie ich schon gesagt habe, ruckelt dein Mauszeiger beim Spielen oder beim Cloud-Gaming stark und du hast wie ich einen externen USB-C-Monitor, dann trenne ihn mal. Wenn das Problem dann weg ist, bleiben als Alternativen wohl nur der Bildschirm deines Laptops oder HDMI.
🍏 macOS Sequoia: Der ewige Kompromiss
macOS ist das andere meiner beiden Hauptsysteme. Wegen anderer Einschränkungen ist es für mich insgesamt gesehen nicht besser als Linux Mint, aber ein Kompromiss, den ich derzeit genauso regelmäßig nutze. Es ergänzt Mint in Bereichen, in denen Apple traditionell stark ist: Mobilität, Akkulaufzeit, Systemperformance und ein leises, zuverlässiges Paket für unterwegs.
Das System ist schon eine Herausforderung. Ich brauche dafür über zehn Tools wie Rectangle oder AltTab, um Fenster, das Systemmenü, Verschiebeoperationen und Apps so zu steuern, wie ich es von Windows oder Linux gewohnt bin. Einen Artikel dazu reiche ich bald nach. Die Maximierfunktion ist ein Dauerthema – besonders mit mehreren Monitoren. Ich arbeite gerne mit klaren, fokussierten Flächen, (maximierte Fenster), während macOS Ränder, Leisten und Einblendungen bevorzugt. Auch mit dem Finder werde ich nicht warm; Mit Homebrew kann man zwar noch mehr Open-Source-Software installieren, aber oft fühlt sich diese nicht wirklich vollständig integriert an. (Beispiel: Integration von LibreWolf im Dock bei mehreren Profilen.)
Es gibt Cloud-Drives, die sich unter macOS nicht auf externe USB-Laufwerke synchronisieren lassen. Zum Beispiel Proton Drive. Wer lokale Spiegel bevorzugt, muss damit leben. Das nervt genauso wie unter Linux Mint andere Einschränkungen – nur eben an anderer Stelle.
Manchmal frage ich mich, warum ich macOS eigentlich so oft in meinem Alltag nutze. Und die Antwort ist immer die gleiche: Die Hardware von Apple ist bis auf ein paar Ausnahmen echt top. (Notch? Magic Mouse von unten laden? Ein-/Aus-Schalter beim Mac Mini unten?) Mein altes MacBook Air M1 ist für Reisen fast unschlagbar – leicht, ausdauernd, schnell, leise. Und genau deshalb steht macOS bei mir gleichberechtigt neben Linux Mint: Beide Systeme haben Stärken und Schwächen, und ich nutze je nachdem das, was mich in dem Moment weniger bremst.
Weil sich auf YouTube und Reddit so viele Problemberichte zu macOS Tahoe (auch noch bei 26.2) häufen, werde ich noch ein Weilchen warten, bevor ich das Upgrade durchführe. Wie sieht es bei dir aus?
Kleiner Tipp für macOS-Nutzer
- Rectangle ist schon top. Wenn du noch mehr Fenstermagie willst, schau dir BetterSnapTool an. Und für die Hardcore-Bastler unter euch: Hammerspoon – damit kann man macOS richtig verbiegen. Ich werde mir beide bei Gelegenheit auch mal in Ruhe anschauen.
💻 ChromeOS: Vom Leichtgewicht zur KI-Maschine
ChromeOS war lange mein Geheimtipp: schnell, sicher, unkompliziert. Aber das hat sich geändert.
Seit Gemini tief ins System integriert wurde, weiß ich nicht mehr, welche Daten wohin fließen. Das fühlt sich falsch an. Mit der Einstellung von LaCroS und Manifest V3 nimmt Google mir Flexibilität und beeinflusst das Web negativ. Android-Apps bleiben träge oder schlecht optimiert, und der geplante Android-Kernel macht ChromeOS wohl eher langsamer statt schneller.
Wenn ich ohnehin den Linux-Modus brauche, um flexibel zu arbeiten, kann ich gleich direkt Linux nutzen. Genau das tue ich inzwischen – auch wenn ich meine alten Chromebooks noch für einfache Aufgaben ohne sensible Daten verwende. (Netflix, YouTube, Joyn, SoundCloud: teilweise offline per Android-App.)
⚖️ Fazit – Zwischen Frust und Freiheit
Ich suche kein perfektes System. Ich suche eines, das mich nicht bevormundet, nicht ausspioniert und mich nicht ständig enttäuscht. Aber 2025 erfüllt keines der großen Systeme diesen Anspruch: Windows ist zu neugierig, macOS zu restriktiv, Linux zu empfindlich und ChromeOS zu sehr zum Experimentierfeld von Big Tech geworden.
Deshalb nutze ich aktuell zwei gleichwertige Systeme nebeneinander – jedes davon hat seine Stärken und Schwächen:
macOS, weil es unterwegs unschlagbar zuverlässig ist, leise läuft und mir genau dann den Rücken freihält, wenn ich konzentriert arbeiten will.
Linux Mint, weil es mir die Freiheit gibt, die ich mir von moderner Software eigentlich überall wünschen würde – ein System, das sich ehrlich und unabhängig anfühlt.
Beide ergänzen sich, beide haben Grenzen, und beide nutze ich bewusst im Alltag. Am Ende erinnern sie mich daran, dass Computer Werkzeuge für Menschen sein sollten – nicht für Konzerne.
👉 Wie siehst du das?
Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht – oder ganz andere?
Schreib gerne in die Kommentare, welches System dich gerade am wenigsten (oder am meisten) frustriert. Ich bin wirklich gespannt.
Über den Autor: Hi! Ich bin Marcel. Hauptberuflich arbeite ich als IT-Projektmanager und lebe aktuell in Hamburg. Neben dem Bloggen reise ich gerne. Wenn ich nicht zu faul bin, treibe ich Sport. Wenn ich mich entspannen will, schaue ich mir gerne Inhalte auf Netflix und YouTube an oder höre SoundCloud und spiele parallel dazu Diablo 3. 🙂

Ich habe diesen Blog im Jahr 2018 gestartet, um über meine Erfahrungen im IT-Bereich zu berichten. Denn ich helfe gerne anderen Menschen. Derzeit bin ich mit keinem Betriebssystem so richtig zufrieden und bevorzuge Software, die überall läuft. Am liebsten als Web-App mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

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Hinweise: Bei den kursiv geschriebenen Wörtern kann es sich um eingetragene Marken oder Firmen handeln! Beispiele: Google, YouTube und Android. Alle Marken gehören ihren jeweiligen Eigentümern. Die Nutzung erfolgt ausschließlich zu Vergleichs- und Informationszwecken. Es kann sich aber auch um Fachbegriffe aus der IT-Welt handeln, die an diversen Stellen im Blog beschrieben werden.
Transparenz: Ich nutze KI-Tools wie DeepL Write Pro, LanguageTool Premium, Proton Lumo Plus und Le Chat Pro, um dir neuen Content schneller und komprimierter bereitstellen zu können und um Sprache und Grammatik zu verbessern. Für einige Bilder nutze ich den Inhalt von Envato Elements im Langzeitabonnement und besitze somit die entsprechenden Medienlizenzen. Das gilt auch für die Erstellung von Logos und Designs mit Canva und GIMP und weiteren Open-Source-Tools.
