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🧭 Mehr Kontrolle statt Gewohnheit – warum ich aktuell Mammouth.ai nutze

🔐 Mein Umgang mit LLMs zwischen Big Tech, Datenschutz und der Frage, wie viel KI ich wirklich in meinem Alltag haben will

🧭 Mein Ausgangspunkt: Nicht ein Modell, sondern mehrere nutzen

⚙ Nutzung im Alltag

LLMs wie Gemini, ChatGPT und vergleichbare Modelle sind fĂŒr mich inzwischen selbstverstĂ€ndlich geworden. Ich nutze sie meist fĂŒr eher unspektakulĂ€re Dinge: kurze VerstĂ€ndnisfragen, kleine Recherchen oder wenn ich schnell wissen will, wie etwas konkret funktioniert. Gelegentlich auch, um Texte zu straffen oder klarer zu formulieren.

Am Anfang habe ich das kaum hinterfragt. Es war einfach praktisch, und das hat gereicht.

Mit der Zeit hat sich mein Blick darauf verĂ€ndert. Nicht plötzlich, sondern Schritt fĂŒr Schritt. Je mehr diese Systeme in andere Dienste eingebaut wurden, desto öfter habe ich mich gefragt, wie viel davon ich eigentlich bewusst nutzen will und unter welchen Bedingungen.


⚠ Warum das nicht mehr reicht

Parallel dazu wurde ein anderer Punkt fĂŒr mich immer sichtbarer: die Anbieter hinter den Modellen.

In der Praxis bedeutet das fast immer auch eine Festlegung. Wenn du dich fĂŒr ein System wie ChatGPT oder Gemini entscheidest, akzeptierst du automatisch, wie es technisch funktioniert und wie mit deinen Daten umgegangen wird.

Gleichzeitig ist die QualitÀt nicht konstant. Mal passt ein Modell besser, dann wieder ein anderes. In meinem Alltag hat sich das schnell bemerkbar gemacht:

– ich wechsle zwischen Tools
– ich verliere Kontext
– ich starte Dinge mehrfach neu
– ich passe meine Arbeitsweise stĂ€ndig an

Genau das wollte ich vermeiden, ohne auf die StÀrken einzelner Modelle zu verzichten.


🔍 Erste Alternativen: Le Chat und Lumo

Mein erster Schritt war nicht, alles zu ersetzen, sondern bewusster auszuwÀhlen.

Le Chat von Mistral AI nutze ich schon lĂ€nger fĂŒr alltĂ€gliche Aufgaben. Die Antworten sind solide, die Nutzung fĂŒhlt sich ruhig an und der europĂ€ische Hintergrund ist fĂŒr mich wichtig.

FĂŒr sensiblere Inhalte habe ich mir Lumo von Proton angeschaut. Der Fokus auf PrivatsphĂ€re ist dort deutlich stĂ€rker spĂŒrbar, gerade bei Themen, die ich nicht einfach in ein beliebiges System eingeben möchte.

Beide Tools haben ihren Platz. Ich nutze sie gezielt, nicht als vollstÀndigen Ersatz.


⚠ Die Grenze: Gute Tools, aber nicht flexibel genug

Ganz zufrieden war ich damit trotzdem nicht.

Der eigentliche Punkt ist weniger die QualitÀt, sondern ihre Unberechenbarkeit im Alltag. Eine Antwort kann genau passen oder knapp danebenliegen, ohne dass sich das vorher klar einschÀtzen lÀsst.

Gerade bei der Arbeit an Artikeln merke ich das deutlich. Ich brauche keine „guten“ Antworten, sondern verlĂ€ssliche Ausgangspunkte, auf die ich aufbauen kann.

Die Reibung entsteht dabei an einer anderen Stelle:

– ich muss vorher entscheiden, welches Tool ich öffne
– ein Wechsel kostet jedes Mal Kontext
– VerlĂ€ufe bleiben getrennt
– jedes Tool fĂŒhlt sich wie ein eigenes System an

Das wirkt fĂŒr sich genommen klein, summiert sich im Alltag aber spĂŒrbar.


🧠 Mein Ansatz: Ein Zugang zu mehreren LLMs

An diesem Punkt hat sich mein Blick verÀndert.

Ich habe aufgehört, nach dem perfekten Modell zu suchen, und stattdessen ĂŒberlegt, wie sich mehrere Modelle sinnvoll kombinieren lassen.

Im Alltag bedeutet das fĂŒr mich:

– ich starte mit einem Modell
– ich bleibe im gleichen Kontext
– ich wechsle nur das Modell, wenn es nötig ist

Der entscheidende Unterschied liegt dabei fĂŒr mich nicht in der Technik, sondern im Ablauf.

Solche Setups lassen sich auch anders umsetzen, zum Beispiel ĂŒber Tools wie Raycast unter macOS und neuerdings auch Windows. FĂŒr mich fĂŒhlt sich das allerdings eher wie etwas an, das ich aktiv konfigurieren und pflegen muss.

Ich wollte eine Lösung, die im Alltag einfach mitlĂ€uft und sich nicht wie ein eigenes Projekt anfĂŒhlt.


đŸ§© Warum ich bei Mammouth.ai gelandet bin

Genau an dieser Stelle bin ich bei Mammouth.ai gelandet.

Der Dienst löst fĂŒr mich weniger ein technisches als ein praktisches Problem:

– mehrere LLMs in einer gemeinsamen OberflĂ€che
– kein Wechsel zwischen verschiedenen Tools
– ein gemeinsamer Verlauf
– Nutzung unabhĂ€ngig von einem einzelnen Anbieter

Dadurch verÀndert sich weniger das Ergebnis als der Weg dorthin.

FĂŒr mich fĂŒhlt sich das am ehesten wie eine vorgelagerte Schicht an. Die Modelle bleiben dieselben, aber der Zugriff darauf wird gebĂŒndelt.

Auch die Preisstruktur spielt eine Rolle. Es gibt keinen kostenlosen Einstieg, sondern verschiedene Pakete je nach Nutzung.

Zum Zeitpunkt meiner Nutzung lag das ungefÀhr in diesem Rahmen:

– Einstieg bei rund 10 € im Monat
– mittlere Nutzung bei etwa 20 €
– höhere Nutzung deutlich darĂŒber

Ich habe mich relativ schnell fĂŒr ein bezahltes Paket entschieden, weil der eigentliche Vorteil erst dann spĂŒrbar wird.

Im Vergleich zu mehreren einzelnen Abos fĂŒhlt sich das fĂŒr mich weniger wie eine zusĂ€tzliche Ausgabe an, sondern eher wie eine andere Verteilung.


⚙ Wie ich es konkret nutze

Im Alltag nutze ich dafĂŒr Mammouth.ai als zentrale OberflĂ€che.

Meistens starte ich mit einem Modell, das fĂŒr die jeweilige Aufgabe sinnvoll erscheint. Wenn die Antwort nicht passt, bleibe ich im gleichen Verlauf in Mammouth.ai und wechsle das Modell.

Gerade bei Recherchen ist das fĂŒr mich der grĂ¶ĂŸte Unterschied. Ich kann denselben Prompt mehrfach nutzen und bekomme direkt unterschiedliche Perspektiven.

Das ersetzt keine eigene Bewertung, verÀndert aber meinen Arbeitsfluss:

– kein Kopieren von Prompts
– kein Wechsel zwischen Tabs
– Antworten lassen sich direkt vergleichen
– weniger Unterbrechung im Denken

Die Nutzung fĂŒhlt sich dadurch weniger fragmentiert an.

Neben der Textarbeit nutze ich das Setup inzwischen auch fĂŒr visuelle EntwĂŒrfe. FĂŒr meinen Blog heißt das konkret: erste Ideen fĂŒr Hero-Bilder, Thumbnails oder einfache Schema-Darstellungen entstehen oft direkt aus Prompts.

Die Ergebnisse sind selten final, geben mir aber eine Richtung vor. Je nach Bedarf arbeite ich damit weiter oder ĂŒbernehme die Idee in Tools wie Canva, um sie dort sauber auszuarbeiten.

Auch die Generierung von Videos ĂŒber Modelle wie Veo, Sora, Grok oder Kling ist inzwischen Teil von Mammouth.ai. Ich selbst habe diese Möglichkeiten bisher noch nicht genutzt, sehe sie aber als nĂ€chsten logischen Schritt.


🔐 Datenschutz & Einordnung

Ein Aspekt, der fĂŒr mich dabei mitschwingt, ist der Umgang mit Daten.

Mammouth.ai ist ein europĂ€ischer Dienst und bewegt sich damit innerhalb entsprechender Vorgaben. Der Zugriff auf die Modelle erfolgt ĂŒber Vereinbarungen, bei denen Inhalte nicht fĂŒr das Training verwendet werden.

Das löst nicht alle Fragen, verĂ€ndert fĂŒr mich aber die Einordnung. Gerade im Vergleich zu vielen kostenlosen Angeboten fĂŒhlt sich der Umgang mit Daten fĂŒr mich etwas bewusster an.


⚖ Grenzen und Trade-offs

Der Ansatz bringt auch EinschrÀnkungen mit sich.

Ein Teil davon ist technisch bedingt. Der Verlauf wird bei jeder Anfrage erneut ĂŒbergeben, damit der Kontext erhalten bleibt. Das kann dazu fĂŒhren, dass Limits schneller erreicht werden.

Dazu kommen praktische Punkte:

– begrenztes Nutzungsvolumen je nach Paket
– spĂŒrbar höhere Latenz im Vergleich zur direkten Nutzung
– je nach Modell können Funktionen fehlen, die man aus den Original-Tools kennt
– Nutzung ausschließlich ĂŒber eine Web-App

FĂŒr mich ist das kein grundsĂ€tzliches Problem. Ich nutze viele Tools ohnehin im Browser, solange der Umgang mit Daten fĂŒr mich nachvollziehbar bleibt.

Das sind keine Randdetails, sondern Dinge, die man im Alltag merkt.


đŸ§Ÿ Meine aktuelle Entscheidung

Im Moment ĂŒberwiegen fĂŒr mich trotzdem die Vorteile.

Ich nutze Mammouth.ai seit einigen Wochen und merke, dass sich meine Arbeitsweise mit LLMs verĂ€ndert hat. Weniger kostenpflichtige Tool-Wechsel, weniger Vorab-Entscheidungen, dafĂŒr mehr Fokus auf das Ergebnis.

Mein Abo fĂŒr Le Chat lĂ€uft aus, wĂ€hrend ich Mammouth.ai weiter nutze. Wenn ich Le Chat darĂŒber verwende, bleibt die technische Grundlage dieselbe, nur der Zugang ist ein anderer.

FĂŒr sensiblere Themen ĂŒberlege ich, Lumo wieder gezielt einzubinden.

Das ist keine endgĂŒltige Entscheidung. Im aktuellen Stand fĂŒhlt sich dieser Weg fĂŒr mich stimmig an.

Die offene Frage bleibt fĂŒr mich: Wie viel Kontrolle ĂŒber meine Tools ist mir den zusĂ€tzlichen Aufwand wert – und an welchem Punkt wird Bequemlichkeit wieder wichtiger als Kontrolle?

Vielleicht ist die Frage fĂŒr dich Ă€hnlich, gerade dann, wenn du zwischen verschiedenen Modellen wechselst und merkst, dass gute Ergebnisse und ein bewusster Umgang mit Daten nicht automatisch zusammenpassen.


Über den Autor: Hi! Ich bin Marcel. Hauptberuflich arbeite ich als IT-Projektmanager und lebe aktuell in Hamburg. Neben dem Bloggen reise ich gerne. Wenn ich nicht zu faul bin, treibe ich Sport. Wenn ich mich entspannen will, schaue ich mir gerne Inhalte auf Netflix und YouTube an oder höre SoundCloud und spiele parallel dazu z.B. Diablo 3. 🙂

Moi

Ich habe diesen Blog im Jahr 2018 gestartet, um ĂŒber meine Erfahrungen im IT-Bereich zu berichten. Denn ich helfe gerne anderen Menschen. Derzeit bin ich mit keinem Betriebssystem so richtig zufrieden und bevorzuge Software, die ĂŒberall lĂ€uft. Am liebsten als Web-App mit Ende-zu-Ende-VerschlĂŒsselung.

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Hinweise: Bei den kursiv geschriebenen Wörtern kann es sich um eingetragene Marken oder Firmen handeln! Beispiele: Google, YouTube und Android. Alle Marken gehören ihren jeweiligen EigentĂŒmern. Die Nutzung erfolgt ausschließlich zu Vergleichs- und Informationszwecken. Es kann sich aber auch um Fachbegriffe aus der IT-Welt handeln, die an diversen Stellen im Blog beschrieben werden.

Transparenz: Ich nutze KI-Tools wie DeepL Write Pro, LanguageTool Premium, Proton Lumo Plus und Le Chat Pro, um dir neuen Content schneller und komprimierter bereitstellen zu können und um Sprache und Grammatik zu verbessern. FĂŒr einige Bilder nutze ich den Inhalt von Envato Elements im Langzeitabonnement und besitze somit die entsprechenden Medienlizenzen. Das gilt auch fĂŒr die Erstellung von Logos und Designs mit Canva und GIMP und weiteren Open-Source-Tools.


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