My Apps unleashed DE

Ein Blog über Web-Apps, Cross-Platform-Software und bewusste Nutzung im Alltag.

🎬 Warum ich Final Cut Pro noch einmal eine Chance gebe

🌱 Der nächste Schritt nach dem Blogumbau

Vor fast einem Jahr schrieb ich, dass ich mir für die Videobearbeitung unter anderem Flixier und Kdenlive genauer ansehen möchte. Damals steckte der Umbau von My Apps Unleashed noch mitten in der Umsetzung. Aus einem Blog über ChromeOS und darauf lauffähige Software sollte Schritt für Schritt ein Blog über Web-Apps, Cross-Platform-Software und bewusste Nutzung im Alltag werden.

Seitdem sind rund 40 neue Artikel entstanden. Außerdem habe ich viele feste Navigations- und Informationsseiten an die neue Ausrichtung angepasst. Nachdem dieser große Teil des Umbaus abgeschlossen ist, möchte ich den Blog wieder mit Videos begleiten.

Diesen Artikel habe ich vor zehn Tagen grob entworfen. In der Woche davor hatte ich fast täglich einen neuen Beitrag veröffentlicht. Seitdem standen jedoch die Steuererklärung und andere dringende bürokratische Aufgaben an. Jetzt, wo das erledigt ist, kann ich dir den Artikel endlich zur Verfügung stellen.

Damit stellte sich erneut die Frage nach der Videobearbeitung. Auf meiner alten Liste standen weiterhin Flixier und Kdenlive, während DaVinci Resolve inzwischen ebenfalls infrage kam. Gleichzeitig hatte ich Final Cut Pro bereits vor Jahren gekauft, aber damals nicht richtig damit warm geworden.


⚙️ Eigentlich wollte ich wieder von vorne anfangen

Mein erster Impuls war, erneut eine Liste mit möglichen Schnittprogrammen anzulegen. Bevor ich verschiedene Lösungen installierte, musste ich erst festhalten, was ich für die geplanten Videos eigentlich brauche.

Vorgesehen sind zunächst begleitende Videos zu meinen Artikeln, keine aufwendigen Produktionen. Sie werden voraussichtlich aus einem Talking Head, Bildschirmaufnahmen, B-Roll und einer eigenen Audioaufnahme bestehen. Für den Schnitt brauche ich deshalb vor allem eine stabile Zeitleiste, eine brauchbare Audiobearbeitung, einfache Titel und gelegentliche Funktionen, mit denen ich mich beispielsweise vor einen anderen Hintergrund setzen kann.

Mit Premiere Pro war ich früher grundsätzlich zufrieden. Gegen eine erneute Nutzung spricht jedoch nicht die Software, sondern das laufende Abo. Ich wollte kein neues Dauerabo beginnen, bevor das erste Video überhaupt fertig ist.

Für meinen kleinen Blog und den wiederbelebten YouTube-Kanal spielt außerdem eine Rolle, wie viel Zeit ich in die Einarbeitung stecken muss. Eine Lernkurve ist für mich kein Ausschlussgrund, sie sollte aber zu einem Programm führen, das ich anschließend über einen längeren Zeitraum verwenden kann.

🔍 Was für Flixier, Kdenlive und DaVinci Resolve sprach

Flixier passte zunächst gut zu dem, was ich seit Jahren auf diesem Blog nutze. Es ist eine moderne Web-App aus Europa, was für mich weiterhin ein Pluspunkt ist. Für den Funktionsumfang, den ich wahrscheinlich benötige, käme jedoch eher eine höhere Tarifstufe infrage. Nach meiner derzeitigen Einschätzung läge ich damit bei ungefähr 25 Euro oder mehr im Monat und hätte wieder eine feste Ausgabe für mein Hobby.

Wenn du einen Blog oder Kanal als Hobby betreibst, wirken 25 Euro im Monat vielleicht zunächst nicht besonders hoch. Auf ein Jahr gerechnet sind das aber mindestens 300 Euro – noch bevor das erste Video fertig ist.

Kdenlive wäre als freie und plattformübergreifende Software ebenfalls interessant. Am Funktionsumfang dürfte es für meine Videos kaum scheitern. Zurückhaltend macht mich eher die Möglichkeit, bei längeren Projekten mit Abstürzen oder anderen Stabilitätsproblemen kämpfen zu müssen. Gerade beim Videoschnitt möchte ich nicht zusätzlich darüber nachdenken, ob die letzte Änderung zuverlässig gespeichert wurde.

Auch das australische DaVinci Resolve gehört für mich zu den naheliegenden Kandidaten. Die kostenlose Version bietet bereits viele Funktionen. Gleichzeitig müsste ich mich jedoch in einen vollständig neuen Arbeitsablauf einarbeiten. Nach meinem bisherigen Eindruck könnten einige KI-Funktionen, die mich interessieren – etwa das Freistellen einer Person vor einem anderen Hintergrund – später doch die Studio-Version erfordern.

Wer schon einmal von einem umfangreichen Schnittprogramm zu einem anderen gewechselt ist, kennt vermutlich den Teil der Lernkurve, der sich nicht mit einem einzelnen Tutorial erledigt. Bei diesem Vergleich gab es außerdem noch eine vierte Möglichkeit: Final Cut Pro hatte ich bereits gekauft.


🍎 Die naheliegendste Lösung hatte ich längst

Final Cut Pro hatte ich ungefähr fünf Jahre zuvor als Einmalkauf erworben. Mit Premiere Pro kam ich damals allerdings besser zurecht. Der Arbeitsablauf in Final Cut Pro fühlte sich für mich ungewohnt an, weil viele vertraute Schritte anders funktionierten.

Ich griff für meine damaligen Videos deshalb lieber zu Premiere Pro, weil ich damit schneller ans Ziel kam. Aus Final Cut Pro wurde deshalb nie die Videobearbeitung, die ich regelmäßig nutzte.

Die aktuelle Situation ist konkreter. Der Blog ist weit genug umgebaut und ich möchte wieder Videos erstellen, ohne dafür ein weiteres Abo abzuschließen. Auf meinem Mac liegt bereits eine Videobearbeitungssoftware, für die ich vor Jahren bezahlt habe und die seit meinem ersten Versuch weiterentwickelt wurde.

Deshalb habe ich Final Cut Pro erneut geöffnet. Bevor ich Geld für eine andere Lösung ausgebe oder mich in ein neues Abo einordne, möchte ich herausfinden, wie gut ich mit der aktuellen Version zurechtkomme.

🎬 Die Zeit fließt diesmal in Übungen statt in weitere Vergleiche

Zurzeit schaue ich mir aktuelle Guides auf YouTube an und arbeite ein oder zwei Kurse auf Udemy durch. Dabei sehe ich mir die Lektionen nicht nur an, sondern baue die Übungen parallel in Final Cut Pro nach. So merke ich schneller, welche Arbeitsschritte mir weiterhin fremd vorkommen und welche jetzt gut funktionieren.

Aus den einzelnen Übungen soll nach und nach ein kleines Testprojekt entstehen. Dafür möchte ich Material verwenden, das meinen späteren Videos möglichst nahekommt: eine Aufnahme mit dem iPhone, eine Bildschirmaufnahme, etwas B-Roll und eine separate Sprachaufnahme. Erst bei dieser Kombination zeigt sich, ob der gesamte Ablauf für mich funktioniert.

Vor einem Jahr hätte ich wahrscheinlich mehrere Programme nacheinander installiert und ähnliche Aufgaben in jeder Software ausprobiert. Diesmal steckt meine Zeit in einem konkreten Testprojekt statt in einem weiteren Softwarevergleich. Andere Lösungen müssen deshalb nicht gleichzeitig Teil meines Einstiegs werden.

Sollte ich auch nach diesem zweiten Anlauf mit Final Cut Pro nicht zurechtkommen, würde ich als Nächstes die kostenlose Version von DaVinci Resolve installieren und dort ein vergleichbares Testprojekt aufbauen. Erst wenn mir dabei eine konkrete Funktion fehlt, würde ich über die Studio-Version nachdenken. Die Reihenfolge steht erst einmal fest, ohne dass ich DaVinci Resolve bereits ausschließen muss.

📹 Kamera, Bildschirmaufnahme, B-Roll und Ton

Die Wahl der Videobearbeitungssoftware ist nur ein Teil des neuen Ablaufs. Seit meinen früheren Videos haben sich auch die Geräte und Systeme, mit denen das Material entsteht, verändert.

Das erste vollständige Testvideo wird voraussichtlich aus vier Bausteinen bestehen:

  • Talking Head: Früher habe ich dafür eine Sony ZV-1 verwendet. Für die neuen Videos möchte ich mein iPhone 17 Pro nutzen, statt direkt wieder eine separate Kamera anzuschaffen.
  • Bildschirmaufnahmen: Während meiner ChromeOS-Zeit entstanden diese fast ausschließlich auf einem Chromebook. Heute werde ich vor allem mein MacBook aufnehmen und bei passenden Linux-Themen auch mein Fedora-Notebook verwenden.
  • B-Roll: Dafür kommen eigene Aufnahmen, zusätzliche Bildschirmsequenzen und bei Bedarf passendes Stockmaterial infrage. Welche Mischung zum Blog passt, zeigt sich mit den ersten vollständigen Videos.
  • Audio: Ein drahtloses Mikrofon steht noch auf meiner Liste. Bevor ich mich für ein Modell entscheide, möchte ich die ersten Übungen nutzen, um den Ablauf von Aufnahme, Tonspur und Nachbearbeitung besser einschätzen zu können.

Welche Mischung für dich sinnvoll wäre, hängt natürlich davon ab, welche Art von Videos du erstellst. Für meinen Kanal muss das erste Testprojekt jedoch genau diese vier Bestandteile zusammenbringen, weil sie später auch den größten Teil meiner begleitenden Videos ausmachen werden.

Damit prüfe ich nicht nur, ob mir der Schnitt in Final Cut Pro liegt. Das Projekt zeigt mir zugleich, ob Kamera, Bildschirmaufnahme, B-Roll und Ton ohne unnötige Umwege zusammenfinden. Für den Neustart meines Kanals ist mir der vollständige Ablauf wichtiger als eine mögliche Funktionsliste.


🎥 Jetzt muss das erste vollständige Video entstehen

Auf meinem MacBook liegen deshalb gerade ein Final Cut Pro-Projekt und die Übungen aus den Kursen nebeneinander. Das iPhone 17 Pro soll die erste Talking-Head-Aufnahme liefern, während Bildschirmaufnahme, B-Roll und Ton Schritt für Schritt dazukommen.

Nach den vielen Monaten des Blogumbaus besteht die nächste Aufgabe nicht mehr darin, eine weitere Liste möglicher Programme anzulegen. Ich möchte stattdessen ein vollständiges Testvideo zu einem konkreten Artikel erstellen und den gesamten Ablauf einmal vom ersten Clip bis zum Export durchspielen.

Dabei geht es nicht darum, den Blog in den Hintergrund treten zu lassen. Ich schreibe weiter Artikel, auch wenn es vielleicht nicht mehr jeder Tag ist. Neben meiner regulären Arbeit als Angestellter möchte ich die Zeit nutzen, mich auf das erste Video nach langer Zeit halbwegs vernünftig vorzubereiten – mit Kursen, ersten Tests und etwas Routine. Wie lange das dauert, kann ich nicht genau sagen. Vielleicht klappt es schon früher, vielleicht dauert es bis zum nächsten Urlaub in zwei Monaten.

An diesem Projekt wird sich zeigen, ob Final Cut Pro diesmal zu meiner Arbeitsweise passt. Ein kompletter Durchlauf vom ersten Clip bis zum Export sagt mehr aus als eine weitere Woche mit Softwarevergleichen.


Über den Autor

Hi! Ich bin Marcel. 🙂

Hauptberuflich arbeite ich als IT-Projektmanager und lebe aktuell in Hamburg. Neben dem Bloggen als Hobby reise ich gerne. Mittlerweile treibe ich wieder recht viel Sport (Ausdauer und Kraft).

Wenn ich mich entspannen will, gehe ich gerne in den Park. Ich schaue mir Filme auf YouTube und Streamingdiensten an, höre gerne Musik auf Apple Music und spiele parallel dazu Diablo 3. Wenn ich meine Lieblingsreiseregion Asien vermisse und das Fernweh überhand nimmt, bin ich gerne in deutschen Beach Bars im Asien-Style mit vielen Palmen. 🙂

Seit 2018 schreibe ich auf diesem Blog über meine Erfahrungen im IT-Bereich. Denn ich helfe gerne anderen Menschen.

Derzeit bin ich mit keinem Betriebssystem so richtig zufrieden und bevorzuge Software, die überall läuft. Am liebsten als Web-App mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

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