🗂️ Warum ich aktuell auf SoftMaker Office, Proton Docs und gelegentlich LibreOffice setze
📝 Eigentlich möchte ich nur eine Office-Suite

Eigentlich wünsche ich mir beim Thema Office nur eine einzige Lösung. Für meine E-Mails, meinen Kalender und viele andere Bereiche meines digitalen Alltags habe ich in den vergangenen Monaten Werkzeuge gefunden, mit denen ich sehr zufrieden bin. Nur bei der Office-Software fällt mir diese Entscheidung bis heute deutlich schwerer.
Am liebsten würde ich heute ausschließlich auf Proton Docs setzen. Als Teil des Ende-zu-Ende-verschlüsselten Proton-Ökosystems passt der Dienst sehr gut zu meinen heutigen Prioritäten. Bei der regelmäßigen Nutzung zeigte sich allerdings, dass mir für meinen Alltag noch einige Dinge fehlen.
Stattdessen hat sich nach und nach ein kleiner Werkzeugkasten entwickelt. Im Alltag nutze ich überwiegend SoftMaker Office, weil es auf praktisch allen meinen Geräten verfügbar ist und damit gut zu meiner plattformübergreifenden Arbeitsweise passt. Für einfachere Dokumente greife ich zu Proton Docs und in manchen Situationen öffne ich doch noch LibreOffice. Warum diese Kombination für mich derzeit am besten funktioniert, möchte ich dir in diesem Artikel erklären.
🧩 Warum Office für mich ein Sonderfall geblieben ist
Office war der Bereich, bei dem ich meine Entscheidung am häufigsten wieder hinterfragt habe. Für E-Mails, meinen Kalender oder meinen VPN-Dienst fiel mir die Auswahl vergleichsweise leicht, beim Office sah das anders aus. Nach einigen Monaten mit mehreren Lösungen fiel mir auf, dass ich sie nicht aus Unentschlossenheit parallel nutzte, sondern weil jede einen Teil meiner Anforderungen besonders gut abdeckte.
Ich könnte heute ausschließlich eine klassische Office-Suite nutzen oder komplett auf eine moderne Cloud-Lösung setzen. Beides würde viele Anwendungsfälle abdecken. Je nachdem, ob du ein Anschreiben, eine Haus- oder Masterarbeit oder Unterlagen für einen Verein bearbeitest, sind jedoch andere Funktionen wichtig als bei einer umfangreicheren Tabelle. Manche Dateien möchte ich Ende-zu-Ende-verschlüsselt in der Cloud speichern, andere sollen auch ohne Internetverbindung verfügbar sein. Wieder andere müssen sich ohne Umwege auf dem Desktop und unterwegs bearbeiten lassen.
Bei mir zeigt sich das an ganz konkreten Dokumenten. Für meine private Vermögensübersicht oder meine monatlichen Fixkosten brauche ich Funktionen wie Filter, Zwischensummen oder die schnelle Summenbildung markierter Zellen. Fertige Blogartikel oder einfache Tabellen stellen dagegen andere Anforderungen.
Zusätzlich öffne ich dieselben Dokumente am Schreibtisch, unterwegs auf dem Smartphone und gelegentlich auf meinem Linux-Laptop. Deshalb sollen sie sich zwischen den Geräten ohne größere Umwege nutzen lassen.
Auf meinen Apple-Geräten läge außerdem die iWork-Suite mit Pages und Numbers nahe. Vieles ist dort jedoch anders gelöst als in den Office-Paketen, die ich seit Jahren kenne. Bisher habe ich mir nicht die Zeit genommen, mich so gründlich einzuarbeiten, dass diese Programme eine meiner vorhandenen Lösungen ersetzen könnten.
Eine einzelne Office-Lösung, die all diese Anforderungen gleichermaßen erfüllt, habe ich bisher nicht gefunden.
☁️ Warum Proton Docs eigentlich mein Favorit wäre
Bei Proton nutze ich E-Mail, Kalender und VPN bereits täglich. Als Proton Docs und später Proton Sheets dazukamen, lag es für mich nahe, auch Dokumente und Tabellen dort zu verwalten. Nutzt du selbst bereits mehrere Proton-Dienste, liegt es nahe, auch Dokumente und Tabellen dort zu erstellen und aufzubewahren. Dass die Dateien Ende-zu-Ende-verschlüsselt im selben Konto liegen, passt sehr gut zu dem, was ich heute suche.
Bevor Proton Docs für mich interessant wurde, spielte allerdings CryptPad lange Zeit genau diese Rolle. Vor wenigen Monaten war die französische Office-Cloud noch mein zentrales Werkzeug für Dokumente im Browser, und ich habe hier auf dem Blog ausführlich beschrieben, warum sie mich überzeugt hat. Daran hat sich nichts Grundlegendes geändert. CryptPad funktioniert weiterhin plattformübergreifend und verschlüsselt die Dokumente Ende zu Ende.
Trotzdem hat sich mein Schwerpunkt verschoben. Da ich mein Proton-Abo ohnehin bezahle und nun auch SoftMaker Office NX Home abonniert habe, möchte ich nicht zusätzlich für ein drittes Office-Angebot zahlen. Deshalb lege ich einfachere Dokumente heute häufiger in Proton Docs ab. Das macht Proton Docs nicht zur besseren Office-Lösung. Für diese Dateien ist es aber die Lösung, die ich ohne ein weiteres Abo nutzen kann.
Heute greife ich deutlich seltener zu CryptPad als noch vor einigen Monaten. Wenn ich eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte Office-Cloud außerhalb meines Proton-Kontos benötige, wäre CryptPad für mich weiterhin die erste Anlaufstelle.
Für viele einfachere Aufgaben reicht mir Proton bereits gut aus. Wenn ich einen fertigen Blogartikel archivieren möchte, greife ich zu Proton Docs. Meine Gewichtsentwicklung dokumentiere ich in Proton Sheets, weil ich gerade viel Sport mache. Solche Tabellen sind überschaubar und ich kann sie unabhängig vom jeweiligen Gerät zumindest als Web-App jederzeit öffnen oder aktualisieren.
Für einfache Dateien reicht mir das, solange ich online bin. Eine lokale Office-App ersetzt mir Proton damit allerdings nicht.
Sobald ich meine private Vermögensübersicht oder meine monatlichen Fixkosten öffne, merke ich schnell, wo Proton Sheets im Moment noch an seine Grenzen stößt. Bei der Fixkostenübersicht filtere ich regelmäßig Daten und möchte anschließend nur die sichtbaren Einträge auswerten. Außerdem markiere ich gelegentlich mehrere Zellen, um am unteren Fensterrand sofort ihre Summe abzulesen. Diese Abläufe funktionieren in Proton Sheets für mich noch nicht so, wie ich sie brauche.
Das bedeutet nicht, dass ich Proton Docs oder Proton Sheets für schlechte Programme halte. Für viele Aufgaben nutze ich sie gern und werde ihre Entwicklung weiterverfolgen. Bei umfangreicheren Tabellen greife ich derzeit jedoch weiterhin zu einer klassischen Office-Suite.
💻 Warum ich immer wieder SoftMaker Office öffne

Bei größeren Dokumenten und Tabellen lande ich dabei meistens bei SoftMaker Office. Geplant hatte ich das nicht, denn ich wollte möglichst viele Office-Aufgaben innerhalb des Proton-Ökosystems erledigen. Bei manchen Dateien bevorzuge ich dennoch eine klassische Office-Suite.
Wenn ich meine Vermögensübersicht aktualisiere oder meine monatlichen Fixkosten durchgehe, möchte ich nicht darüber nachdenken, ob eine bestimmte Funktion vorhanden ist oder nicht. Ich möchte die Datei öffnen und weitermachen. Mit SoftMaker Office klappt das für mich seit Jahren zuverlässig.
Hinzu kommt, dass ich die Software auf praktisch allen Geräten nutzen kann, die mich im Alltag begleiten. Mein Mac ist zwar mein Hauptrechner, daneben nutze ich aber auch einen Laptop mit Fedora Linux, mein iPhone oder mein Pixel 8 Pro. Dadurch kann ich meine Vermögensaufstellung und Fixkostenübersicht sowohl am Desktop als auch mobil ansehen und bearbeiten. Wenn du ebenfalls zwischen mehreren Betriebssystemen wechselst, ist dieselbe Office-Suite auf allen Geräten schnell wichtiger als eine weitere Zusatzfunktion.
Auch bei der Lizenz habe ich mir die Entscheidung nicht ganz leicht gemacht. Die größere MX Universal Professional-Version bietet zusätzliche Funktionen wie die Integration von DeepL und auf Wunsch auch ChatGPT. Beides brauche ich für meinen Alltag nicht. DeepL habe ich bereits separat abonniert, und eine ChatGPT-Integration innerhalb meiner Office-Software möchte ich bewusst nicht nutzen. Deshalb passt die kleinere Universal Home-Version für mich besser.
Ich hatte eigentlich erwartet, dass sich meine Office-Software genauso stark verändern würde wie viele andere Programme. Genau das ist am Ende nicht passiert. Früher war SoftMaker Office für mich vor allem eine leistungsfähige Office-Suite auf dem Chromebook. Heute greife ich dazu, wenn ich lokal und ohne Internet arbeiten oder größere Dokumente ohne die Grenzen einer Web-App bearbeiten möchte.
📄 Warum LibreOffice trotzdem installiert bleibt
Obwohl ich überwiegend SoftMaker Office nutze, bleibt LibreOffice auf meinem Mac installiert, weil ich einige Aufgaben dort bis heute schneller oder unkomplizierter erledige. Das betrifft vor allem LibreOffice Calc, wenn ich CSV-Dateien einlesen oder in andere Formate umwandeln möchte.
Hinzu kommen Dateien von Bekannten, die ausschließlich LibreOffice nutzen, sowie Vorlagen und andere Dokumente im OpenDocument-Format (ODF) aus dem Open-Source-Umfeld. SoftMaker Office kann diese Dateien ebenfalls öffnen. In solchen Fällen greife ich trotzdem meist direkt zu LibreOffice, weil das Einlesen und Weiterverarbeiten dort für mich am einfachsten ist.
Diese Aufgaben kommen nicht jeden Tag vor, aber oft genug, dass ich LibreOffice installiert lasse. Es übernimmt bei mir wenige, klar umrissene Aufgaben und ergänzt die beiden anderen Office-Lösungen genau dort, wo ich es brauche.
🧭 Wofür ich heute welches Programm öffne
Eigentlich wollte ich in diesem Artikel erklären, warum ich heute überwiegend SoftMaker Office nutze. Während des Schreibens ist mir allerdings aufgefallen, dass das nur ein Teil der Geschichte ist.
Wenn ich meine Fixkostenübersicht oder eine größere Tabelle öffne, lande ich meist bei SoftMaker Office. Einen fertigen Blogartikel archiviere ich in Proton Docs, und bei einer CSV-Datei starte ich häufig LibreOffice Calc. Diese Aufteilung habe ich nicht bewusst geplant. Sie ergibt sich aus den Dokumenten, die gerade vor mir liegen.
Heute weiß ich ziemlich genau, für welche Dateien ich SoftMaker Office, Proton Docs oder LibreOffice öffne. Darüber muss ich kaum noch nachdenken.
Über den Autor

Hi! Ich bin Marcel. 🙂
Hauptberuflich arbeite ich als IT-Projektmanager und lebe aktuell in Hamburg. Neben dem Bloggen als Hobby reise ich gerne. Mittlerweile treibe ich wieder recht viel Sport (Ausdauer und Kraft).
Wenn ich mich entspannen will, gehe ich gerne in den Park. Ich schaue mir Filme auf YouTube und Streamingdiensten an, höre gerne Musik auf Apple Music und spiele parallel dazu Diablo 3. Wenn ich meine Lieblingsreiseregion Asien vermisse und das Fernweh überhand nimmt, bin ich gerne in deutschen Beach Bars im Asien-Style mit vielen Palmen. 🙂
Seit 2018 schreibe ich auf diesem Blog über meine Erfahrungen im IT-Bereich. Denn ich helfe gerne anderen Menschen.
Derzeit bin ich mit keinem Betriebssystem so richtig zufrieden und bevorzuge Software, die überall läuft. Am liebsten als Web-App mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung.

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