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Alternative Foto- und Video-Dienste

Intro

(Heutiger Stand: erst einmal mit Fokus auf Alternativen zu (US)-Big-Tech-Diensten. Diese folgen bald.)

Bevor ich hier den großen Rundumschlag mache: Ich bin weg von Google Fotos (USA) über Ente Fotos (USA, internationale Entwicklung) hin zu Zeitkapsl (Deutschland).

Zusätzlich sichere ich die Fotos und Videos als normale Dateien, einsortiert in Monat und Jahr, mit Filen (Deutschland) und Proton Drive (Schweiz) als reines Backup.

Hintergründe

Wenn es um das Sichern von jeglichen Dateien (und Dokumenten) geht, habe ich bereits mehrfach erwähnt, dass ich gerne die Eier legende Wollmilchsau Proton nutzen möchte, die mittlerweile auch Funktionen für die automatische Sicherung von Fotos und Videos auf einem Smartphone und eine einfache Medienverwaltung in das eigene IT-Ökosystem integriert. Diese Funktionen sind bei Proton jedoch noch Dimensionen von dem entfernt, was Google Fotos oder die Open-Source-Alternative Ente Fotos bietet. Ich bin zwar ziemlich gut darin, Fotos aufgrund meiner besuchten Orte zu einer bestimmten Zeit wiederzufinden. Nur manchmal wünsche ich mir KI-Funktionen oder eine direkte Suche nach dem Ortsnamen etc. Das geht mit Proton (noch?) nicht.

Als ehemaliger Google-Fan habe ich jahrelang Google Fotos genutzt. Später kam die Ende-zu-Ende-verschlüsselte Alternative Ente Fotos auf den Markt, auf die ich 2024 komplett umgestiegen bin, weil sie wirklich gut ist. Da ich Android und iOS parallel nutze, war es rückblickend logisch, unter iOS auch Google Fotos und später Ente Fotos zu nutzen. Beim Letzteren lasse ich momentan alle fünf gerade sein, weil das Unternehmen, wie bereits erwähnt, in den USA registriert ist und damit als amerikanisches Unternehmen gilt. Google Fotos bietet zwar die meisten Features, einschließlich vieler leistungsstarker Such-, KI- und Bildbearbeitungsfunktionen, aber aus Gründen des Datenschutzes ist es alles andere als zu empfehlen.

Als Alternative zu Google Fotos oder Apple Fotos habe ich für 1–2 Jahre Ente Fotos (Open Source, Firmensitz USA, Entwicklung global remote, Server in Deutschland) genutzt. Wenn man es hier also genau nimmt, dann handelt es sich um einen amerikanischen Anbieter, aber immerhin nicht um Big Tech. Stört dich das nicht, kann ich es dir sehr empfehlen.

Da ich im Gespräch ziemlich oft Erinnerungen aus meinen Fotos und Videos herauskrame (ein Bild sagt mehr als 1000 Worte), ist mir eine gute App (einschließlich Suche) dafür sehr wichtig. Zeitkapsl (Deutschland) ist vermutlich auf dem Weg dahin, so gut wie Ente Fotos zu werden, aber benötigt noch etwas mehr Zeit. Kannst du, ähnlich wie ich, auf manche Funktionen erst einmal verzichten, um mehr Datenschutz und Privatsphäre zu erhalten und um einen Dienst aus Deutschland und damit der EU zu unterstützen, dann teste es ruhig einmal. Der kleinste Tarif kostet 2 €. Das ist kein großes Risiko.

kDrive (Schweiz) bringt auch das Notwendigste und ein wenig mehr mit, um Fotos und Videos zu sichern und zu managen, aber aus den oben im Bereich Cloud-Speicher benannten Gründen nutze ich es nicht dafür.

Ich tendiere mittlerweile stark zu Zeitkapsl (so lange nutze ich es bisher nicht und eine Auditierung steht noch aus), bis Proton so weit ist. Bei kDrive fehlt mir im Gegensatz dazu eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, und es gibt, wie bei Filen (ebenfalls bisher nicht auditiert!), noch ein bis zwei kleine Haken.

Erfahrungen

Ich habe über die Jahre mittlerweile mehr als 45 000 Fotos und Videos gesammelt, die über 280 GB an Speicherplatz benötigen. Tendenz steigend. Damit gehöre ich wohl zu den Power-Usern von Foto- und Video-Diensten.

Ein Export über Google Takeout (ich habe hier den manuellen Zip-Download aus einer E-Mail heraus gewählt) ist easy durchzuführen. Die entpackten Export-Ordner kann man dann auf verschiedene Art und Weise in Ente Fotos, Zeitkapsl, kDrive oder Filen importieren. Z. B. über die Web-Apps, indem man die Fotos einfach per Drag-and-drop hereinzieht, oder über die Desktop-Clients, die für fast jedes Betriebssystem zu haben sind. Dann ist in Abhängigkeit von deiner Internetgeschwindigkeit und deinem Rechner etwas Geduld gefragt. Bei den Ende-zu-Ende-verschlüsselten Lösungen kann der Vorgang etwas länger dauern, aber es war im Gegensatz zu Proton zum Stand Q1/Q2 2025 immer noch zufriedenstellend schnell.

Ein großer Haken bei Zeitkapsl betraf vor kurzer Zeit noch den erstmaligen Upload großer Mengen an Fotos und Videos. Im Gegensatz zu Google Fotos und Ente Fotos ist es mir bisher nicht gelungen, sämtliche Dateien aus nur einem Jahr in einem Rutsch über die Web-App hochzuladen, da der Upload immer wieder abbrach. Nun gibt es jedoch Desktop-Clients für Windows, macOS und Linux (Binary). Kurz: Unter macOS klappt’s wunderbar. Auch ein Google Takeout könntest du hier wieder importierten. Unter Linux Mint fehlte mir eine veraltete Bibliothek, die ich nicht nachinstallieren möchte, um meine Systemstabilität nicht zu gefährden. Ich hoffe, es kommt bald ein Flatpak oder ein AppImage. Der initiale Upload der Fotos und Videos auf meinem Pixel 8 Pro hat relativ lange gedauert (ca. 19.000 Fotos und Videos), aber lief fehlerfrei durch.

Ente Fotos bietet im Vergleich zu Google Fotos auch viele gute KI-unterstützte Suchfunktionen. Zeitkapsl ist da auch besser, als ich ursprünglich angenommen hatte. Zudem hast du die Möglichkeit, die Orte, die du auf deinen Fotos besucht hast, geografisch darzustellen. Filen müsste da noch nachlegen.

Bei der automatischen Sicherung packt Filen alles in einen einzigen Ordner. Das finde ich nicht so toll. Da gilt es noch zu prüfen, ob andere Möglichkeiten bereits verfügbar oder geplant sind. Der Viewer jedoch ist ziemlich gut und für eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte Lösung recht performant.

kDrive ermöglicht es dir, deine Fotos und Videos nach Jahr und Monat getrennt abzulegen. Das finde ich gut. Denn so kann ich alles eins zu eins in meine Backups kopieren. Der Viewer von kDrive zeigt mir jedoch sämtliche Bilder, Fotos, Screenshots, Software-Icons und Videos in meinem kDrive-Cloudspeicher an. Ich habe keine Funktion gefunden, dies zu deaktivieren. Schrecklich! Beim Scrollen dachte ich zuerst, ich hätte auf einmal fremde Bilder in meinem Cloud-Speicher. Oh Schreck! :p Aber ich bin nun ohnehin weg von diesem Dienst.


Bei den Wörtern in kursiv kann es sich um eingetragene Marken oder Firmen handeln! Beispiele: Google, YouTube und Android. Oder aber es sind Fachbegriffe aus der IT-Welt, die an diversen Stellen im Blog beschrieben werden.

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